Jahresabschluss vom Weinbauverein Niedernhall e.V. in Schöntal

Das spiegelbildlich angelegte Rokoko-Treppenhaus in der Neuen Abtei.
Schöntal: Kloster Schöntal |

Am Nachmittag des vergangenen Samstags fuhr ein Bus mehrere Haltestellen in Niedernhall, Weißbach und Forchtenberg an, um viele Mitglieder des Weinbauvereins Niedernhall e.V. aufzunehmen. Geplant war eine informative Führung durch das Kloster Schöntal mit anschließendem Jahresabschlussessen im Gasthof „Zur Post“.

Im ehemaligen Zisterzienserkloster werden die Ausflügler von zwei Führern erwartet, welche die aus etwa 50 Personen bestehende Gruppe in zwei aufteilen. Die Teilnehmer von einer der Gruppen lauschen am „Mohrbrunnen“ den historischen Ausführungen, bevor man sich in die barocke Kirche begibt. Viel Geschichtliches gibt es zu erfahren:
Von der Gründung des Klosters im 12. Jahrhundert , von den sich abwechselnden Zeiten finanzieller Nöte, Plünderungen und Zerstörungen und denen durch wirtschaftlichen Aufschwung geprägten, bis hin zur heutigen Zeit, wo das Kloster ein Bildungshaus der Diözese Rottenburg-Stuttgart, ein Waldschulheim und das Rathaus der Gemeinde Schöntal beherbergt. Auf allen Wegen fällt immer wieder der Name des Abtes Benedikt Knittel unter dessen Führung das Kloster eine neue Blüte erlebte. So ließ er die Barockkirche bauen, außerdem das palastartige Konventsgebäude mit dem paarig angelegten Rokoko-Treppenhaus. In der neuen Abtei hat er seine bekannten Verse hinterlassen, auch einen über „Götz von Berlichingen“, der im Kreuzgang seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Die Niedernhaller dürfen im Konventsbereich auch den kunsthistorisch wertvollen Warteraum für eine Audienz beim Abt und auch dessen ganz persönliches „Heiligtum“ besichtigen.
Nach diesem informativen Spätnachmittag begab man sich in den nahen Gasthof „Zur Post“, wo die Ausflügler an festlich gedeckter Tafel mit einem opulenten Dreigänge-Menü  ein gemütlicher Ausklang erwartete.
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