Gerd Rathgeb berichtet über POEMA im Stettener Gemeindehaus

Gerd Rathgeb war am 20. Juni im Stettener Gemeindehaus zu Gast. Rathgeb, der das Projekt POEMA (Armut und Umwelt in Amazonien) vertritt, besuchte den Schwaigerner Arbeitskreis Eine Welt e.V.  schon mehrfach, um über den Stand des Projektes und über die aktuelle Lage in Amazonien zu berichten. Der Kontakt besteht schon seit über 20 Jahren. Rathgeb zeichnete ein düsteres Bild der gegenwärtigen Entwicklungen. Der Urwald wird weiterhin gerodet, um Edelhölzer zu entnehmen. Auf den Brachflächen wird Soja angepflanzt, danach lässt man Rinder darauf weiden, und am Ende bleibt oft nur noch unfruchtbarer Boden. Ein riesiger Staudamm, der der Erzeugung elektrischer Energie für die Aluminiumproduktion dient, bedeutet einen weiteren schweren Eingriff in das Ökosystem des Regenwaldes. Weite Flussabschnitte unterhalb der Staumauer trocknen dadurch nahezu aus.
POEMA hilft den in Amazonien lebenden Menschen auf vielfältige Weise. Wasserbehälter mit sauberem Trinkwasser werden aufgestellt; die dazu nötigen Pumpen werden mit Solarstrom betrieben. Solarlampen werden ausgeteilt, damit die Menschen nachts eine ordentliche Lichtquelle haben.
Der Einsatz von POEMA allein werde keine Wende herbeiführen, so Rathgeb. Auf die Politik sei bei uns wie in Brasilien kein Verlass, so dass grundlegende Veränderungen von den Menschen ausgehen müssten. Wir sollten Produkte aus der Region kaufen, weniger Fleisch essen und teure Anschaffungen mit anderen Menschen teilen. So könnten Solidargemeinschaften entstehen, durch die sich die festgefahrenen Verhältnisse allmählich zum Besseren wenden. Das sei seine Hoffnung.
Der Arbeitskreis Eine Welt unterstützt POEMA finanziell. (Spendenkonto: AK Eine Welt, IBAN DE59620632630088055000, VBU, Stichwort "POEMA")
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