DER KULTURWANDERWEG JAGST: DIE FÜNFTE ETAPPE VON WESTERNHAUSEN NACH KRAUTHEIM

Schloß Aschhausen im morgendlichen Dunst.
 
Ein Hohenloher Schmuckstück.
Eigentlich wollten wir die 5. Etappe des Kulturwanderwegs Jagst erst in ein paar Wochen machen, um schon etwas Frühlingsstimmung in den Bericht bringen zu können. Ich habe aber festgestellt, dass diese Etappe perfekt in den laufenden Wettbewerb "12 Monate -12 Regionen: Hohenloher Jagsttal“ passt.
Also haben wir uns doch nochmals auf die Socken gemacht. Das Wetter am gestrigen Samstag, (12.02.) war perfekt und die 5. Etappe stellte sich als ein echtes Schmuckstück, mit vielen Highlights, heraus.

Bevor wir in Westernhausen losmarschiert sind, haben wir noch einen Abstecher mit dem Auto nach Aschhausen gemacht. Schließlich waren wir dort noch nie und der Weg führt leider daran vorbei, wie ich schon im letzten Beitrag berichtet habe. Es ist etwas unverständlich, dass der Kulturwanderweg einen so großen Bogen um Aschhausen macht.

Herrlich der Blick auf Aschhausen und das Schloß im morgendlichen Nebelschleier. Oben auf dem Schloß klart es schon auf und die Anlage präsentiert sich in bestem Licht und ihrer ganzen Pracht. Das Schloß aus dem 12. Jahrhundert ist heute im Privatbesitz der Familie von Zeppelin, deren bekanntestes Familienmitglied der Luftfahrtpionier Ferdinand Graf von Zeppelin war. Schloß Aschhausen ist ein echtes Highlight und der Innenhof darf sogar besichtigt werden.

Nach kurzer Fahrt erreichen wir dann Westernhausen, wo wir die 5. Etappe des Kulturwanderwegs in Angriff nehmen. Liegt es daran, dass wir sehr früh aufgestanden und noch etwas desorientiert sind oder ist die Beschilderung wirklich so schlecht? Wir drehen 2 Ehrenrunden durch Westernhausen, bis wir endlich den richtigen Weg finden.

Rad- und Wanderweg verlaufen jetzt gemeinsam im offenen Jagsttal. Der Himmel ist strahlend blau und bildet einen schönen Kontrast zu dem zarten Grün auf den Wiesen und Feldern, dem weißen Raureif, der das Gras in den schattigen Abschnitten des Wegs bedeckt . Neben dem Wanderweg kann man noch die alten, mit Moos überwucherten Bahnschienen der stillgelegten Jagsttalbahn sehen. Bei Winzenhofen ist sogar noch eine alte eiserne Eisenbahnbrücke, die von großen Nieten und Bolzen zusammengehalten wird, erhalten.

Ein Bussard glänzt mit einer Flugshow exklusiv für uns, ein weiteres kleines Highlight des heutigen Tages. Bis Marlach verlassen wir nun den Weg und laufen auf der Wiese direkt an der Jagst entlang. Hier ist das Jagsttal breit und lichtdurchflutet.

War der Weg bisher für Fahrrad und Kinderwagen kein Problem, sollten diese ab Marlach aber besser auf dem Fahrradweg bleiben. Der Kulturwanderweg führt uns jetzt über die Jagst, und wie schon so oft geht es am Hang entlang auf Waldwegen mal leicht, mal steil bergauf.

Dieser Abschnitt über Gommersdorf und weiter bis Krautheim ist sicher der bisher schönste auf unserer Wanderung. Der Weg scheint sich zu steigern. Wald, Wiesen und die interessanten Muschelkalkformationen am Steilhang wechseln sich ab. Ein schmaler Pfad führt den Prallhang entlang und eröffnet immer wieder schöne Ausblicke in das Jagsttal. Wir schrecken ein kleines Rudel von sieben Rehen auf. Drei von ihnen posieren für ein Foto, das Highlight des Tages.

Bald schon taucht durch die Bäume über dem Weg die Burg Krautheim auf. Ein schöner Anblick, leider zur Zeit etwas eingerüstet, das wird sich aber sicher ändern.

Die Besichtigung von Krautheim verschieben wir auf das nächste Mal, denn wir haben mal wieder Glück. 5 Minuten vor Abfahrt erreichen wir die Bushaltestelle in Krautheim. Der Busfahrer begrüßt uns wie alte Bekannte, wir sind nicht das erste mal mit ihm unterwegs. Im großen Bus sind wir die einzigen Fahrgäste und in 11 Minuten wieder zurück in Westernhausen. Wenn das kein Highlight ist, weiß ich auch nicht.

Start: Alter Bahnhof Westernhausen

Ziel: Busbahnhof Krautheim, gute Busverbindung ca. im Stundentakt.

Gehzeit: ca. 3 Stunden

Wegcharakteristik: bis Marlach asphaltiert und flach, danach einige Steigungen mit zum Teil sehr schmalen Wegen.

Wir empfehlen eine Wanderkarte oder Wanderapp dabei zu haben. Leider sind immer wieder fehlende, schlecht einsehbare oder unklare Beschilderung Grund für Verwirrung beim Wandersmann oder der Wandersfrau.
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10 Kommentare
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Gudrun Vogelmann aus Bad Friedrichshall | 13.02.2022 | 13:53  
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Uschi Dugulin aus Neuenstein | 13.02.2022 | 13:54  
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Anneliese Herold aus Oedheim | 13.02.2022 | 17:39  
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Elke Pfeiffer aus Neckarsulm | 13.02.2022 | 20:50  
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Michael Harmsen aus Weinsberg | 14.02.2022 | 08:47  
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Daniela Somers aus Untergruppenbach | 14.02.2022 | 10:20  
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Heide Böllinger aus Bad Friedrichshall | 14.02.2022 | 11:09  
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Gudrun Schickert aus Künzelsau | 14.02.2022 | 15:05  
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Monika Breusch aus Ellhofen | 16.02.2022 | 17:15  
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Michael Harmsen aus Weinsberg | 16.02.2022 | 17:39  
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