Der WT5, die dritte Etappe von Eichelberg nach Weinsberg.

Bei strahlend blauem Himmel geht es los in Eichelberg.
Blauer Himmel und traumhaftes Wetter, als wir in Eichelberg unseren Weg wieder aufnehmen. Schon wenige Meter hinter Eichelberg kommen wir in ein bezauberndes kleines Tal. So still und friedlich, als ob wir durch ein Tor in eine andere Welt getreten sind.

Nach einer Weile kommen wir in den Wald, und ein Schild holt uns wieder in die Wirklichkeit zurück. „Toten-Weg“, ganz schön makaber! Was es damit wohl auf sich hat? Die Erklärung folgt am Ende des steilen Weges. Früher, als Reisach keinen Friedhof hatte, wurden hier die Toten zur Beerdigung auf den Friedhof von Löwenstein gebracht. Das alles wurde offiziell und amtlich beurkundet, wie man auf der Tafel (Bild 6) sehen kann.

Nun ist Löwenstein in Sicht, der Balkon des Weinsberger Tals. Weit geht der Blick bis Heilbronn und darüber hinaus.
Der WT 5 führt gnädig nicht über die Burg, und da wir sie zur Genüge kennen, sparen wir uns diesen Aufstieg.

Dankenswerter Weise kommen wir an einer uns wohl bekannten Konditorei vorbei. Da können wir nicht widerstehen.
Auf der Aussichtsplattform genießen wir in der warmen Morgensonne die süßen Köstlichkeiten und die herrliche Fernsicht . Ein kleiner Glücksmoment, der mit Geld nicht zu bezahlen ist.

Aber die Pflicht ruft, und bald geht es über viele Treppenstufen hinab zum Rittelhof und nach Hößlinsülz. Nun rückt unser Ziel so langsam näher. Vor Lehrensteinsfeld noch eine kleine Rast, dann nehmen wir die letzten Kilometer unter die Füße ;-).

Der Weg umgeht den Kern von Lehrensteinsfeld, was schade ist. Lohnt sich doch ein Besuch in dem hübschen Dörfchen. Durch den Durchlass unter der A81 kommen wir auf die Weinsberger Seite und bald darauf ist unser WT5 beendet.

Der WT5 ist ein herrlicher Panoramaweg um das Weinsberger Tal herum.
Wer die Region mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten und kleinen Orten nicht kennt, sollte sich aber mehr als 3 Tage Zeit nehmen. Bei einem Pensum von über 20 Kilometern pro Tag bleibt für Besichtigungen nicht so arg viel Zeit.

Mit ca. 65 km und über 1.100 Höhenmetern stellt er durchaus gewisse Anforderungen an die Kondition. Vor allem im Sommer, wenn die Sonne gnadenlos auf die Randwege über den Weinbergen knallt, kann das sehr schweißtreibend werden.
Leider ist der Weg zum größten Teil auf Asphalt und Schotter unterwegs. Gut gedämpfte Schuhe sind hier wichtiger als schwere Wanderschuhe. Bei schlechtem Wetter gibt es einige wenige Stellen, die Wanderstöcke sinnvoll machen. Ansonsten ist der WT5 problemfrei zu gehen.

Obwohl der WT5 insgesamt recht gut ausgeschildert ist, empfehle ich das herunterladen eines GPX Tracks auf das Smartphone oder zumindest die Mitnahme einer guten Wanderkarte mit entsprechendem Maßstab. Wo gestern noch ein Wegweiser war, ist heute plötzlich keiner mehr. Dafür gibt es mannigfaltige Gründe. Als Wanderpate weiß ich das nur all zu gut.

Viel Wanderspaß denen, die es versuchen wollen.
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3 Kommentare
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Sigrid Schlottke aus Bad Rappenau | 25.04.2021 | 23:48  
1.968
Montagswanderer Ellhofen aus Ellhofen | 26.04.2021 | 08:10  
4.181
Michael Harmsen aus Weinsberg | 26.04.2021 | 16:16  
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