Gellmersbacher Genießerrunde.

Blick von der Weibertreu auf den Kayberg (links) und die weithin sichtbare Abbruchkante bei Gellmersbach.
  Eine meiner liebsten Wanderungen, ohne allzu große Anstrengung, ist diese wunderschöne Tour bei Gellmersbach.

Start / Ziel ist der Parkplatz an der Mehrzweckhalle in Gellmersbach. Zuerst geht es zum Schützenheim und von dort in einer langen Steigung bergauf durch den Wald. Nach einigen Kehren oben angekommen macht der Weg eine scharfe Rechtskurve, wir gehen geradeaus zur Abbruchkante oberhalb des Gewanns Sommerrain.


Herrlich der Blick in das Tal bis Weinsberg, Eberstadt und die Löwensteiner Berge. Im Frühling, wenn der Ginster blüht, ist der Randweg ein Genuss. Aber auch im Winter, wenn man die ersten wärmenden Sonnenstrahlen herbeisehnt, hier findet man sie.


Oberhalb der Abbruchkante geht es weiter zum Gaisberg. An der Nordseite ist es sogar bei 35° C im Hochsommer angenehm kühl. Wir laufen ein kurzes Stück auf dem WT5 bergab Richtung Neckarsulm, um dann links abzubiegen. Auf dem Waldweg gelangen wir an den Waldrand und die Weinberge oberhalb von Binswangen. Auch hier der herrliche Blick über Neckarsulm, das Kraftwerk und bei guter Sicht bis in den Odenwald zum Katzenbuckel. Von hier aus ist es nicht mehr weit zum Kayberg mit seinem schönen Gipfelkreuz.


Eine Bank lädt zu einer Vesperpause ein. Die Füße können sich ausruhen, während die Augen weiter über den Sattel nach Heilbronn wandern. Erlenbach und Binswangen liegen uns zu Füßen. Je nach Jahreszeit findet man hier oben Mauereidechsen und Goldkäfer. Wir könnten stundenlang hier sitzen.


Durch die Weinberge geht es zurück zur Abbruchkante beim Sommerrain. Unterhalb des interessanten Schilfsandsteins wimmelt es im Sommer von Wildbienen und Schmetterlingen, mit etwas Glück sieht man dort das quirlige Taubenschwänzchen vorbeischwirren.

Auf dem Rückweg kommen wir wieder am Schützenheim, der Pizzeria da Toni vorbei. Vor allem im Sommer lohnt sich die Einkehr auf der rustikal am Waldrand gelegenen Terrasse. Die Küche ist italienisch hervorragend, der Koch ist sehr flexibel und erfüllt auch mal Sonderwünsche. Das Innere der Gaststätte versprüht leider eher biederen Sportheim-Charme.


Am Wochenende gibt es auch Alternativen in Gellmersbach. Besenwirtschaft und Auberge Perlage vom Weingut Stengel sind beliebte Anlaufpunkte für Wein- u. Sektliebhaber aus der Region.


Im Ort lohnt es sich, einen Blick auf die schöne Leonhardskirche zu werfen. Wer mit dem Auto anreist, das ist die beste Variante, kann noch auf den Weissenhof-Friedhof fahren. Ein Spaziergang durch den wunderschön angelegten kleinen Park mit seinen vielen interessanten Kunstwerken lohnt sich sehr. Natürlich kann man hierher auch im Rahmen der Wanderung gelangen. Aber dann ist es keine kleine Tour mehr.


Wie beschrieben sind wir gut 9 Km gelaufen. Bei gemütlichem Tempo mit Pause und Fotostopps sind das etwa 3,5 bis 4 Stunden. Die Wanderung ist leicht mit ca. 176 Höhenmetern. Man geht überwiegend auf Natur- und befestigten Waldwegen, nur in den Weinbergen auf Asphalt.


Viel Spaß beim Nachwandern.
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12 Kommentare
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Michael Harmsen aus Weinsberg | 09.12.2021 | 09:53  
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Heide Böllinger aus Bad Friedrichshall | 09.12.2021 | 09:59  
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Michael Harmsen aus Weinsberg | 09.12.2021 | 10:04  
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Uschi Dugulin aus Neuenstein | 09.12.2021 | 10:09  
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Ulrich Seidel aus Lauffen | 09.12.2021 | 10:15  
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Heide Böllinger aus Bad Friedrichshall | 09.12.2021 | 10:49  
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Heide Böllinger aus Bad Friedrichshall | 09.12.2021 | 10:52  
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Elke Pfeiffer aus Neckarsulm | 09.12.2021 | 16:53  
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Gudrun Vogelmann aus Bad Friedrichshall | 09.12.2021 | 17:10  
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Jutta Koster aus Leingarten | 09.12.2021 | 18:39  
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Gudrun Schickert aus Künzelsau | 16.12.2021 | 00:20  
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