Mit Jutetaschen fing es an

Antoßen auf 25 Jahre Faire Handel

Die Eine-Welt-Initiative Weinsberg e.V. ist 25 Jahre alt. Feier mit vielen Gästen

Wie lange es schon den Fairen Handel in Weinsberg gibt, kann Paula Friedrich, die Vorsitzende der Eine-Welt-Initiative Weinsberg e.V. bei ihrer Begrüßung nicht sagen. Sicher ist, dass seit 25 Jahren die Seufferheldstraße 23 die richtige Adresse ist. Aber angefangen hat alles viel früher mit dem Engagement von Jugendlichen, die nach dem Sonntagsgottesdienst in St. Josef fairen Kaffee aus Nicaragua und Jutetaschen aus Bangladesh verkauften, um die Welt gerechter zu machen. Dann wurde die Scheune in der Florian-Geyer-Gasse für rund fünf Jahre der neue Standort, bis das Team unter der Leitung von Renate Schlaak ins ehemalige Café Drautz umziehen konnte. „Wer von den jungen Menschen damals hätte sich vorstellen können, dass daraus einmal ein Fachgeschäft mit hochwertigem Angebot wird, das aus Weinsberg nicht mehr wegzudenken ist?“ Bürgermeister Stefan Thoma drückt seine Wertschätzung über die Arbeit der Initiative aus, er ermutigt das Team, weiter diese gute Arbeit zu machen und sichert seine Unterstützung zu.
Unter den Gästen ist auch Eberhard Bolay, Geschäftsführer des Weltladendachverbands. „Euer Weltladen spiegelt die Entwicklung des Fairen Handels wider - von der Jugendinitiative - bis hin zum modernen Fachgeschäft“ stellt er fest. „Leider ist Fair kein geschützter Begriff wie zum Beispiel das Bio-Siegel. So kann jeder unter dem Begriff fair alles auf den Markt bringen. Umso wichigter ist es, die Kriterien des Fairen Handels als Merkmal der Weltläden herauszustellen, wie sie die weltweite Fairhandelsbewegung definiert und nachprüft. Ihr handelt hier vor Ort - und ihr seid Teil einer weltweiten Bewegung.“ Dazu passend überreicht er einen Gutschein für CD-Materalien.
Global denken – lokal handeln: Bei Butterbrezeln vom örtlichen Bäcker und Sekt von der Weinbauschule findet noch ein reger Austausch zwischen den Gästen statt. Ehemalige, Gemeinderäte, Vertreter von anderen Weltläden und Kunden können sich einiges Mitteilen und es wird auf die nächsten 25 Jahre angestoßen. Aber nicht ohne die Sorge, wie das bei der gegenwärtigen Mitarbeitersituation bewerkstelligt werden kann. Doch im Rückblick auf 25 Jahre, in der auch manche Schwierigkeit bewältigt wurde, bleibt man optimistisch.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.