Nachhaltigkeitstag in weinsberg

Gemütlich Frühstücken und dabei auch noch Gutes tun

Der Tisch ist reich gedeckt: Orangesaft aus Brasilien, Kaffee aus Peru. Es gibt Brotaufstriche wie Curry-Ananas oder Tomate-Joghurt, Honig aus Mexiko, dazu Nuss-Nougatcreme mit Zutaten aus verschiedenen Ländern. Brot, Wurst und Käse sowie Früchte für den leckeren Obstsalat kommen aus der Region, frisch eingekauft beim nebenan stattfindenden Wochenmarkt.

Viele Besucher sind zum wiederholten Mal bei einem Fairen Frühstück dabei, das etwa zweimal im Jahr stattfindet - wie jetzt anlässlich der Nachhaltigkeitstage Baden Württemberg - oder in der Fairen Woche im September. Beim Fairen Frühstück gibt jeder Gast was er will und kann. Eine Preisliste gibt es nicht. Draufzahlen musste man noch nie. Was übrig ist wird gespendet. Zum Beispiel flossen letztes Jahr aus verschiedenen Aktionen des Weltladens 500 Euro nach Peru zu den Kleinbauern, die Kaffeebohnen für den Weibertreu-Kaffee produzieren. Da dort der Bio-Anbau von Kaffee, Kakao und Zuckerrohr durch geplante Minen in den unmittlebaren Anbaugebieten gefährdet ist, dient der Betrag auch dazu, den Widerstand der Kleinbauern gegen die umweltschädlichen Projekte zu unterstützen.
Der Einladung zum Frühstück ist auch Dr. Bernhard Lasotta, entwicklungspolitischer Sprecher der CDU gefolgt. BW hat sich zum Ziel gesetzt, Nachhaltigkeit zum zentralen Entscheidungskriterium der Landespolitik zu machen. Im regen, aber sachlichen Austausch, wurden über Maßnahmen und Positionen diskutiert. Dabei stimmte man durchaus überein, dass überschaubare Projekte, vielfach initiiert und begleitet von entwicklungspolitsche Aktionsgruppen, wie zum Beispiel der Weltläden, nachhaltiger sind als Projekte, die eher der hiesigen Wirschaft als Absatzmarkt dienen als der dortigen Bevölkerung. Dass diese Ziele, wie sie auch in den entwicklungspolitschen Leitlinien BW zumindest definiert sind, auch umgesetzt werden können, gab man dem Landtagsabgeordneten mit auf den Weg, sich weiterhin für den Erhalt bzw. Erhöhung der Gelder für die Programme u.a. des SEZ, des Promotorenprogramms des DEAB (Dachverband entwicklungspolit. Aktionsgruppen) einzusetzen und diese dauerhaft und verlässlich zur Verfügung zu stellen.
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