Von Brunnen, Kuriositäten und Dinosauriern.

Unterwegs auf dem Brunnenweg im Schneckentempo.
 
Einen informativen Flyer über den Brunnenweg mit einer hübschen Übersicht und allerlei Wissenswertem findet man auf der WEB-Seite von Pfaffenhofen zum download.

Eine der schönsten, abwechslungsreichsten Wanderungen im Zabergäu und obendrein auch noch sehr einfach zu laufen, ist der Brunnenweg bei Pfaffenhofen.

Start ist der Parkplatz mit angegliedertem Spielplatz am Alten Sportplatz südlich von Pfaffenhofen. Ob man den Weg links oder rechts herum geht, spielt keine Rolle. Wir gehen im Uhrzeigersinn.

Wer die Abstecher zum unbedingt empfehlenswerten Weißen Steinbruch und die ebenfalls sehr schöne Umrundung des Katzenbachsees macht, kommt auf ca. 12 Kilometer. Lediglich der Aufstieg zum Steinbruch fordert die Kondition etwas heraus. Der Weg ist gut ausgebaut und ausgeschildert, bis auf den Steinbruch Fahrrad- und Kinderwagen-tauglich.

Man durchquert zuerst ein kleines Waldstück und kommt schon nach kurzer Zeit zum ersten Highlight, dem Rodbachhof. Ein kleiner Weiler, der schon im Jahr 793 n.Chr. in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch erwähnt wird. Viele Leser, die hier auf meine.stimme.de unterwegs sind, kennen die etwas kuriose aber auch sehr liebevoll zusammengestellte Sammlung verschiedenster Objekte aus dem bäuerlichen Alltag.

Hier finden wir auch den ersten Brunnen, die Rodbach-Quelle. Von den insgesamt sieben Brunnen entlang der Strecke hat der Brunnenweg seinen Namen. Brunnen Nr. 2 folgt nach kurzer Zeit, es ist die mineralstoffreiche Bierenteich-Quelle.

Nun kommt gleich der Anstieg zum Weißen Steinbruch. Diesen Weg müssen wir auch zurückgehen, um wieder zum Rundwanderweg zu gelangen.

Der Steinbruch war bis 1914 in Betrieb. Im dortigen Stubensandstein, entstanden aus Ablagerungen von Flüssen, die im Trias vor 210 Millionen Jahren Sedimente hierher transportiert haben, fand man eine einzigartige Vielzahl und Vielfalt von Reptilien und Amphibienknochen. Spektakulärster Fund sind die Skelettreste des ältesten europäischen Dinosauriers, dem Sellosaurus.

Einige Schautafeln informieren den Wanderer über die Zeit, die Tierwelt und das Entstehen dieses faszinierenden Ortes. Für etwas ältere Kinder sicher sehr interessant, aber auch für Erwachsene.

Die nächsten Brunnen sind die Steinhauer’s Rast, die Wetzsteinklinge und der Petersbrunnen. Beim Hirschbrunnen weichen wir wieder vom Weg ab, um zum schönen Katzenbachsee zu gelangen. Die Umrundung lohnt sich, vor allem im Frühling und Sommer findet man hier zahlreiche Vögel, Wildbienen und Schmetterlinge, die das Herz von Fotografen und Naturliebhabern höher schlagen lassen. Dort sind auch ausreichend Sitzgelegenheiten und Tische für eine ausgiebige Rast. In der Badesaison allerdings könnten selbst diese knapp werden.

Der letzte Brunnen ist Robert’s Quelle, auch hier kann der müde Wanderer eine kleine Rast einlegen. Das lohnt sich aber kaum, denn schon bald sind wir wieder am Parkplatz, wo unser Auto steht. Der Brunnenweg führt zum größten Teil durch schattigen Wald, ist also auch und besonders für die heißen Tage geeignet.

Ich empfehle, den Brunnenweg im Schneckentempo zu laufen
(erstes Foto) und zu genießen. Es lohnt sich!


Wie ich inzwischen erfahren habe, ist der „alte“ Brunnenweg in Pfaffenhofen 2019 im Zuge eines Naturpark-Förderprojekts in die mittlere Runde des Wanderdreiklangs Pfaffenhofen (PF2) übergegangen.

Hier der Link dazu:
https://www.neckar-zaber-tourismus.de/wanderdreiklang-pfaffenhofen

Den alten Flyer für den Brunnenweg gibt es hier zum download: 
https://www.pfaffenhofen-wuertt.de/website/de/tourismus/brunnenweg

Start und Ziel: Der „Alte Sportplatz“ bei Pfaffenhofen

Länge: ca. 12 Kilometer und ca. 250 Höhenmeter

Gehzeit: Je langsamer man läuft um so länger braucht man.  :-))))

Wegcharakteristik: Waldwege, wenig Aspalt, zum Steinbruch etwas steiler. 
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16 Kommentare
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Jutta Koster aus Leingarten | 09.02.2022 | 17:35  
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Anneliese Herold aus Oedheim | 09.02.2022 | 17:37  
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Gudrun Vogelmann aus Bad Friedrichshall | 09.02.2022 | 17:43  
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Michael Harmsen aus Weinsberg | 09.02.2022 | 17:44  
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Tanja Blind aus Bad Wimpfen | 09.02.2022 | 18:06  
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Michael Harmsen aus Weinsberg | 09.02.2022 | 18:16  
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Jutta Koster aus Leingarten | 09.02.2022 | 18:20  
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Gudrun Schickert aus Künzelsau | 09.02.2022 | 18:36  
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Daniela Somers aus Untergruppenbach | 09.02.2022 | 19:05  
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Heide Böllinger aus Bad Friedrichshall | 09.02.2022 | 19:10  
8.953
Michael Harmsen aus Weinsberg | 10.02.2022 | 13:55  
9.509
Gudrun Schickert aus Künzelsau | 10.02.2022 | 17:21  
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Ulrich Seidel aus Lauffen | 11.02.2022 | 18:04  
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Sigrid Schlottke aus Bad Rappenau | 11.02.2022 | 22:06  
8.953
Michael Harmsen aus Weinsberg | 13.02.2022 | 12:33  
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Monika Breusch aus Ellhofen | 14.02.2022 | 08:33  
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