Weinsberg Stadtseetal - Artensterben und Biodiversität II

Mein ersten Beitrag greift den unsensiblen Umgang der Stadt mit seiner Natur auf. Auf Anregung einiger Leser habe ich diesen Artikel meinem Bürgermeister, Herr Thoma, zukommen lassen, mit der Bitte einer Stellungnahme. Hier das Antwortschreiben, lest selbst:


Sehr geehrter Herr Bauer,

Herr Bürgermeister Thoma hat mich gebeten, Ihnen zuständigkeitshalber zu antworten. Dem komme ich gerne nach.

Ihre Einschätzung, im Stadtseebachtal gebe es einen „schändlichen Umgang“ mit der Natur können wir weder nachvollziehen noch bestätigen.

Wie Sie festgestellt haben, befindet sich im Stadtseebachtal ein ausgedehntes Landschaftsschutzgebiet mit Bachläufen, Wiesen, Weinbergen und Waldrändern, das auch als Erholungsgebiet gut angenommen wird. Insoweit müsste doch klar sein, dass neben der Natur auch der Mensch seine Berechtigung in diesem idyllischen Teil unserer Stadt hat. Dementsprechend muss auch auf die Belange der Spaziergänger, Jogger, Radfahrer und anderer Nutzer Rücksicht genommen und das Stadtseebachtal als Raum für vielfältige Nutzungen akzeptiert werden.

• Schwund an Singvögeln und Insekten: Können wir so als Besonderheit im Stadtseebachtal nicht feststellen.

• Beweidung durch Schafe: Dabei handelt es sich um eine typische und alt hergebrachte landwirtschaftliche Nutzung, die in ihrer Besonderheit die Vegetation auch positiv beeinflusst. Im Übrigen gehören die vom Schäfer genutzten Wiesen bis auf ganz wenige Ausnahmeflächen nicht der Stadt Weinsberg. Soweit die Wiesen dem Hochwasserschutz dienen, müssen sie in ihrer natürlichen Art erhalten und gepflegt werden, was auch durch das Kurzhalten von Bewuchs durch Beweidung erfolgen kann.

• Eine Abmagerung der Wiesen würde bedeuten, dass diese gemäht und das Schnittgut entsorgt werden müsste. Dies wäre von der Stadt nicht zu leisten, die so gut wie keine Flächen im Stadtseebachtal hat.

• Die aus Ihrer Sicht „schwachsinnige Feldrandhygiene“ möchte ich nicht kommentieren. Wie bereits erwähnt hat auch der Mensch seine Berechtigung als Nutzer des Wegenetzes und einen Anspruch darauf, dass er gefahrlos die Wege mit Rändern passieren kann. Ein Rückschnitt ist daher aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht geboten, zumal auch Hecken zur Verjüngung regelmäßig zurück geschnitten werden sollen.

Nähere fachliche Auskünfte kann Ihnen sicher der Weinsberger Revierförster Ekkehard Matter geben, oder der Leiter unserer Stadtgärtnerei, Herr Maik Schmidt, die beide Ihre Vorhaltungen in keiner Weise nachvollziehen können.

Mit freundlichen Grüßen
Daniela Wenninger
0
10 Kommentare
168
Dieter Bauer aus Weinsberg | 27.01.2021 | 23:18  
168
Dieter Bauer aus Weinsberg | 27.01.2021 | 23:19  
168
Dieter Bauer aus Weinsberg | 27.01.2021 | 23:20  
6.238
Anneliese Herold aus Oedheim | 28.01.2021 | 08:55  
3.423
Michael Harmsen aus Weinsberg | 28.01.2021 | 10:16  
6.629
Sigrid Schlottke aus Bad Rappenau | 28.01.2021 | 22:46  
3.423
Michael Harmsen aus Weinsberg | 29.01.2021 | 12:55  
168
Dieter Bauer aus Weinsberg | 29.01.2021 | 19:17  
168
Dieter Bauer aus Weinsberg | 29.01.2021 | 19:41  
6.629
Sigrid Schlottke aus Bad Rappenau | 29.01.2021 | 23:04  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.