Warum wir jetzt ein Liefergesetz brauchen

Gegen Gewinne ohne Gewissen hilft nur noch ein gesetzlicher Rahmen

Immer wieder verletzen deutsche Unternehmen weltweit Menschenrechte und sind verantwortlich für Umweltzerstörungen. Sie erinnern sich? Ein Damm mit giftigen Klärschlämmen bricht in Brasilien auseinander. Die Folge: Fast 300 Todesopfer und gravierende Umweltschäden. Verantwortlich für diese Katastrophe ist unter anderem der TÜV Süd, der den Staudamm kurz zuvor als sicher zertifizierte. Die Erfahrung zeigt: Es reicht nicht aus, dass sich einige Unternehmen freiwillig um die Achtung der Menschenrechte in ihren Lieferketten bemühen. Es braucht gesetzliche Vorgaben, die von allen Unternehmen umgesetzt werden müssen. Unternehmen, die Schäden an Mensch und Umwelt in ihren Lieferketten verursachen oder in Kauf nehmen, müssen dafür haften. Skrupellose Geschäftspraktiken dürfen sich nicht länger lohnen.
Vor einem Jahr haben wir Unterschriftenlisten mit der Forderung nach Einhaltung der Menschenrechte in den Lieferketten an unsere BT-Abgeordneten Herrn Juratovic und Herrn Throm übergeben. Sie haben uns Unterstützung zugesagt. Bis jetzt gibt es noch kein Gesetz, aber eine Gesetzesinitiative von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und dem Entwicklungsminister Gerd Müller (CDU), aber gleichzeitig auch Proteste und Interventionen von Arbeitgeberverbänden und Wirtschaft.
Wir vom Weltladen Weinsberg unterstützen deshalb die Initiative „Für ein Lieferkettengesetz“ vom November letzten Jahres. Machen auch Sie mit und unterschreiben Sie im Weltladen die Petition zu einem wirksamen Lieferkettengesetz. Sie können die Petition auch im Internet auf www.lieferkettengesetz.de .oder bei weiteren Unterstützern wie z.B. Brot für die Welt, Misereror, DGB u.v.a. unterzeichnen.
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