Der Drohnenkrieg

Der Drohnenkrieg



Am schönen Schreibtisch sitz ich hier,
für ruhige Finger trink ich Bier.
Sie führen die Computermaus
und die befiehlt dem Drohnenhaus.
Am anderen Ende dieser Welt,
da hat man mir den Feind bestellt.
Ich rüste auf und such mir eine Drohne aus,
so einfach geht das alles mit der Maus.
Für Flugmanöver mit dem Stick
braucht man schon größeres Geschick.
Im Ziel schlagen die Bomben ein,
der Feind, der fliegt durchs Lüftelein.
Nicht mehr am Stück, sondern zerfetzt
und ach, ein Kind ist auch verletzt.
Ein „echter Fortschritt“ heut Soldat zu sein,
um fünf ist Feierabend, ich kann heim,
unsere Kinder wären sonst allein,
die Frau schafft auch fürs Eigenheim.
Das Fastfood hab ich aufgewärmt,
es ist ganz still und keiner lärmt.
Es stören nicht einmal die Mucken,
weil alle in ihr Smartphone gucken.
So manifestiert sich in den Genen
das ferngesteuerte Benehmen.




Gerhard Tanch
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.