Diskussion über die Nutzung der Kernkraft ist in der EU im Gange

Der Klimawandel wird als globales Problem anerkannt und alle Menschen würden von dem beeinflusst, wenn keine Maßnahmen ergriffen würden, um ihn zu verlangsamen. Die Entwicklung der Kernenergie kann die mögliche Lösung des Problems sein, aber bisher können die Länder keine einstimmige Entscheidung über die Sicherheit der Nutzung dieser Stromquelle treffen.
Am 10. und 11. Dezember fand ein EU-Gipfeltreffen statt, bei dem die Umsetzung der Ziele des Pariser Abkommens im Mittelpunkt stand. Osteuropäische Länder wie die Tschechische Republik, Ungarn, Bulgarien, Rumänien und die Slowakei fördern, in Kernenergie zu investieren. Am Vorabend des EU-Gipfeltreffens zu Klimazielen bestanden die osteuropäischen Länder darauf, die Rolle der Kernenergie zu stärken, da «sie erwiesenermaßen emissionsfrei sei und eine Schlüsselrolle bei der europäischen Energiesicherheit spielen solle».
Solche Länder wie Deutschland und Österreich sind gegen die Nutzung der Kernenergie in allen Bereichen. WKO-Generalsekretär Karlheinz Kopf warnt vor "überambitionierten Klimazielen" und sagt, dass unerwünschter Nebeneffekt sei, "dass Staaten in unserer Nachbarschaft in Atomenergie investieren. Das würde zum Import von Strom aus Kernkraftwerken außerhalb der EU führen.
Die Grundlage des Misstrauens gegenüber der Atomkraft ist die Angst vor möglichen Atomkatastrophen, die bereits in der Geschichte waren, wie zum Beispiel im Kernkraftwerk Fukushima. Aber wie begründet sind diese Befürchtungen?
Die Entwicklung innovativer Modelle von Kernkraftwerken der neuen Generation ist jetzt im Gange. Laut dem Geschäftsführer des Instituts für Nukleartechnik und Energiesysteme der Universität Stuttgart Jörg Starflinger: «Neue Kernkraftwerke sind entweder Kraftwerke der sogenannten "3+. Generation". Die heutigen gehören der "2. Generation" an. Die Kraftwerke der 3+. Generation sind gegenüber denjenigen der 2. Generation mit verbesserter Sicherheitstechnik ausgestattet, z.B. passiven Systemen zur Nachwärmeabfuhr (das ist die Wärme, die in Fukushima nicht mehr abgeführt werden konnte und so zum teileweise Schmelzen des Kerns führte), oder auch Kernfängerkonzepte (große Flächen, auf denen sich geschmolzenes Kernmaterial ausbreiten kann und eine große Oberfläche bildet, die leichter gekühlt werden kann). Wo nachgerüstet werden konnte, haben auch die Kraftwerke der "2. Generation" Verbesserungen erhalten».
Es gibt bereits die Beispiele für die erfolgreiche Nutzung neuer Kernenergie in Europa, zum Beispiel Finnland. Seit 1977 nutzt Finnland die Kernenergie, um Haushalte und Unternehmen mit Strom und Wärme zu versorgen. Derzeit verfügt Finnland über zwei Kernkraftwerke, Olkiluoto und Loviisa, die jeweils mit zwei Reaktoren ausgestattet sind. Es wird erwartet, dass nach der Inbetriebnahme des dritten im Bau befindlichen KKW Hanhikivi der Anteil der Kernenergie an der Energiebilanz des Landes 50% betragen wird.
«Das Hauptziel der finnischen Energiepolitik ist die Reduzierung der Treibhausgasemissionen», sagt Riku Huttunen, Generaldirektor der Energieabteilung des finnischen Ministeriums für Beschäftigung und Wirtschaft. «Erneuerbare Energien sind das wichtigste Instrument, um dieses Ziel zu erreichen, aber natürlich müssen wir jede Gelegenheit nutzen, um Emissionen zu reduzieren, und eine der am besten geeigneten Lösungen ist die Kernenergie. »
«Wenn wir die Ziele des Pariser Klimaabkommens erreichen wollen - wir müssen alle kohlenstoffarmen Technologien nutzen -, fasst er zusammen.
Jeder entscheidet sich selbst, welche Strategie zu verwenden. Aber es ist jedoch notwendig, unabhängig von der politischen Situation zusammenzuarbeiten und alle vorhandenen Ressourcen zu nutzen, um dieses Ziel zu erreichen.
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