eine literarische Wanderung auf den Spuren von Margrets Schwester

die literarischen Wanderer/innen (Foto: Bernhard Weigand)
Der SAV, OG Beilstein, unternahm am 5. August eine literarische Wanderung
auf den Spuren von Margrets Schwester. Wer ist Margret? Und wer ist Margrets Schwester? Diesen Fragen geht der Roman von Gunter Haug ( 2016 ) nach, und daraus trug der Wanderführer Bernhard Weigand  Ausschnitte vor. Auf der 15 km langen Strecke von Babstadt bis Bad Wimpfen wurde das Leben dieser 1829 in Treschklingen geborenen und 1869 in Rappenau gestorbenen Frau von der Wiege bis zur Bahre den Wanderern deutlich.
Johanna wuchs als uneheliches Kind in ärmlichen Verhältnissen auf  und litt sehr unter ihrem harten Stiefvater. Sie führte den Haushalt, pflegte ihre kranke
Mutter und kümmerte sich um ihre Geschwister. Eng verbunden war sie mit ihrer 1844 geborenen Schwester Margareta ( Margret ). 
Um ihrem Leben in Not und Armut zu entkommen, verließ sie zweimal ihr  Zuhause: mit 22 Jahren nach Frankfurt und mit 29 nach Amerika. Nirgends konnte sie Fuß fassen. Es lag nicht an mangelndem Fleiß. 1869 kehrte sie nach Deutschland zurück. Unterwegs
von  Wimpfen nach  Rappenau, wo sie  ihre in einem Gasthof beschäftigte Schwester Margret suchen wollte, brach sie entkräftet zusammen und wurde mit 40 Jahren unerkannt auf dem örtlichen Friedhof begraben. So endete das Leben einer kämpferischen Frau. Jürgen Schlenker
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