Selbsthilfegruppe pflegende Angehörige Demenz
Bei der Pflege Honig abliefern und Zuckerwasser bekommen?

Bienen sammeln Nektar. Tagaus, tagein. Und sie produzieren Honig daraus, um andere zu ernähren.
Honigbienen sind meist versklavte, freundlicher ausgedrückt von uns Menschen genutzte Bienen, die Honig spenden und dafür im Winter billigeren Zucker erhalten.
Wilde Bienen werden nicht ausgetrickst.

Pflegende Angehörige versorgen ihre Kranken mit Bienenfleiß. Oft sieben Tage in der Woche. Nicht wenige sind mit der Zeit völlig erschöpft. 

In der Pflege kann man etwas von wilden Bienen abgucken. Pflegende Angehörige im Erwerbsleben dürfen auf Lohn für ihre Arbeit bestehen. Sie ist Geld wert und keine Almosen. Um im Bienenbild zu bleiben: Honig und kein Zuckerwasser. Sonst stehen sie im Winter des Lebens, im hohen Alter, ohne eine faire Rente oder Ersparnisse da.

Pflegegeld ist ein Recht, das allerdings den Gepflegten und nicht den Pflegenden überwiesen wird. Es stellt auch keinen allein ausreichenden Lohn für die Pflege dar, wenn jemand im erwerbsfähigen Alter ist. Es ist eher ein Zuschuss für den Aufwand, den die Pflege eines Angehörigen mit sich bringt. Es kann sein, dass fast nichts davon am Ende des Monats für die Pflegenden selbst übrig bleibt.

Sprechen Sie, besonders wenn Sie im erwerbsfähigen Alter jemanden pflegen, über ihre Bedürfnisse, über Ihre Zukunft, auch über Geld. Tun Sie das in der Familie, wenn dort jemand ist, der zuhört. Das ist erfahrungsgemäß nicht immer der Fall. Ansonsten gibt es den Pflegestützpunkt. Dort kennt man diese Sorgen. Oder tragen Sie das Thema mutig in einer Selbsthilfegruppe vor. Da finden Sie garantiert Verständnis für das Thema. So gut wie sicher werden Sie hören, welche Wege andere gefunden haben, um der späteren Versorgungslücke zu entkommen.

Autor:

Netz für pflegende Angehörige in Weinsberg und Umgebung aus Lehrensteinsfeld

Webseite von Netz für pflegende Angehörige in Weinsberg und Umgebung
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