Aus den Akten der Kriminalpolizei. Historische Mordfälle aus der Region

Heilbronn: DGB-Haus | "Kein Vater kann seine Kinder so lieb haben wie ich, und deshalb musste ich sie töten. Sie sollten nicht so leiden, wie ich gelitten habe. Man redet immer so viel von Rassenhygiene; ich habe gehandelt und praktische Rassenhygiene betrieben."
Mit diesen Worten umschrieb Ernst Wagner, der erste Amokläufer der deutschen Rechtsgeschichte, im Jahr 1913 vor dem Landgericht Heilbronn die Motivation, seine Frau und die vier Kinder umzubringen und danach in Mühlhausen 12 weiteren Menschen das Leben zu nehmen. Wer erinnert sich heute noch an den 1913 begangenen ersten Massenmord Württembergs, der seinerzeit halb Deutschland in Aufregung versetzt hatte? Diese und weitere längst vergessene Mordtaten aus der Region, deren aktenmäßiger Niederschlag in den Magazinen des Staatsarchivs Ludwigsburg verwahrt wird, werden von Dr. Martin Häußermann anhand der Originaldokumente vorgestellt. Häußermann ist Landeshistoriker und Archivar im Staatsarchiv Ludwigsburg.
Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, den 11. Mai um 19.30 Uhr im DGB-Haus Heilbronn, Gartenstraße 64
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