Fahrt nach Stuttgart zum Haus der Geschichte: Carl Laemmle Presents

Von der Autobahn abgefahren ist man sehr verwundert, wie sehr sich Stuttgart verändert hat, insbesondere im Bereich des Bahnhofs; die Baustelle Stuttgart 21 ist ganz zu überblicken. Ausstieg war am Haus der Geschichte, da wollte der Historische Verein Carl Laemmle besuchen, zu dessen 150. Geburtstag eine Sonderausstellung zu sehen ist; auch in der HSt war über den „Erfinder“ von Hollywood zu lesen. Dr. Thomas Schnabel, Leiter des Hauses, führte locker mit Humor durch die Präsentation; auffällig das Dunkel, weil viele Filmausschnitte laufen (Dracula, Im Westen nichts Neues u.a.); ca. 10.000 Filme hat Laemmle produziert. Mit 17 Jahren hat Karl Lämmle Laupheim verlassen in Richtung USA, als Laufbursche verdiente er sein erstes Geld, bald sah er aber im aufstrebenden Kino eine Chance. Er erfand die Serien und beschäftigte elf Regisseure. Clever wie der 157cm kleine Mann war, hat er Kulissen vermarktet und große Plakate entwerfen lassen. Kalifornien war wohl überlegt: besseres Wetter, niedrige Löhne, und erste Studios in einer Hühnerfarm (später Studiostadt). Die Schauspieler zu Stars zu machen war genauso seine Idee wie die Verleihung von Preisen „Oscars“. 1930 ist Universal Pictures weltweit tätig mit der typischen Weltkugel. Seine schwache Seite war Spielsucht, er verzockte die Aktienmehrheit von Universal. Die Heimat hat er regelmäßig besucht und viel gespendet. Nach seiner Filmbranchetätigkeit widmete er sich den Juden der Nazi-Diktatur und verschafft hunderten eine Bürgschaft (für die USA). Am 1.3.2017 wird in Laupheim der Carl-Laemmle-Preis verliehen – dotiert mit 40.000 Euro (!)
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