Lesung zu „Mein Vater war ein Heimatloser Aramäer“

Die Junge Union Stadtverband Heilbronn lud zur Buchlesung mit Michael Rabo ein, der aus seinem Buch „Mein Vater war ein Heimatloser Aramäer – die wahre Geschichte einer Flucht“ vortrug. Darin verarbeitet Rabo die Flucht seiner aramäischen Eltern aus dem Osten der Türkei in den frühen Neunziger Jahren. Dabei konnte man vieles über die weitreichende und umfassende Geschichte und Kultur der Aramäer lernen. Darauf folgte eine angeregte Debatte mit dem Autor über die Vergangenheit und das Schicksal der Aramäer. Man erfuhr einiges über die ca 100.000 deutschen Aramäer, wobei Heilbronn zu den größeren aramäischen Gemeinden zählt. „Unsere Situation ist eine ganz besondere“, so Rabo, „wir sind Deutsche mit Migrationshintergund, ohne ein richtiges Herkunftsland zu haben.“ Umso wichtiger sei es, neben der deutschen Identität auch die aramäische Kultur und Sprache zu pflegen. Schade findet er die noch zu geringe Aufmerksamkeit der deutschen Gesellschaft und die fehlende Unterscheidung zu anderen Völkern des Nahen Ostens. Auch war die Situation anderer Christen im Nahen Osten ein Thema. Die Junge Union freute sich über die zahlreichen Gäste, die der Einladung zur Lesung gefolgt sind und freut sich auch in Zukunft auf Veranstaltungen dieser Art.
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