Die Empathiefähigkeit nimmt ab

Jugendhausleiter Heiko Zimmer (li.) und Schulsozialarbeiter Albrecht Weippert
Ab welchem Alter sind Kinder reif für ein Smartphone? Mit welchen Filtermöglichkeiten kann man ein Smartphone altersgerecht einstellen? Ein Dutzend interessierter Eltern stellte Albrecht Weippert und Heiko Zimmer viele Fragen beim Elterninfo-Abend in der Bildungsreihe „Gut zu wissen!“ im Obersulmer Jugendhaus.
Bei vielen Konfliktsituationen stehen das Smartphone und Messaging-Dienste wie WhatsApp im Mittelpunkt des Geschehens. Albrecht Weippert, Schulsozialarbeiter an der Realschule, berichtete aus seinem reichhaltigen Erfahrungsfundus. Die Vermittlung von Werten und das Aufzeigen von Grenzen sieht er als zentrale Aufgabe im verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Im Gespräch mit den Kindern zu bleiben und gemeinsam Regeln zu finden und einzuhalten ist ihm wichtig.
Jugendhausleiter Heiko Zimmer ging auf die technische Seite ein. Warum man wissen muss, wie man ein Bildschirmfoto am Handy macht? „Damit sie ihrem Kind zeigen können, wie es z. B. Beleidigungen in Snapchat dokumentieren kann.“ Diese App ist bei Jugendlichen sehr beliebt und wird häufig für Mobbingattacken genutzt, da sich hier Nachrichten und Fotos nach wenigen Sekunden selbst löschen.
Als Kehrseite der schönen, neuen, digitalen Welt beobachtet Weippert eine Abnahme der Empathiefähigkeit. „Wenn hauptsächlich über digitale Medien kommuniziert wird, fehlt die Wahrnehmung der Mimik und der Gestik. Stimmungen und Gefühle werden nicht mehr richtig eingeschätzt. Emojis sind da kein Ersatz.“
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