3 alte Postkarten aus Abstatt

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3 Alte Postkarten von Abstatt

Die 1. Postkarte, gelaufen 1899, zeigt eine Ansicht des Dorfes, die Stephanuskirche, das Gasthaus zum Waldhorn und das Forsthaus.
Die Stephanuskirche wurde 1766 in süd-nord Richtung erbaut, nachdem die Kirchenhalle der ersten, ca. 1475, erbauten Kirche mit west-ost Ausrichtung 1762 abgerissen wurde. Der Kirchturm von der alten ersten Kirche wurde dabei nahezu unverändert beibehalten.1899 brannte dieser auf der Postkarte gezeigte Kirchturm ab, wobei aber die im untersten Teil verbliebene gotische Kapelle, die vormals wohl der Chor der ersten Kirche war, erhalten blieb und heute als Sakristei benutzt wird.
1900 wurde der Turm vom renommierten Architekten Heinrich Dolmetsch unter Erhaltung der gotischen Kapelle wieder in Stein aufgebaut. Die Kirchturmuhr wurde jetzt über die Schallöffnungen für die Glocken gestellt.
Daneben ist das Gasthaus zum Waldhorn dargestellt, das nach dem Besitzer auch das „Waltz´sche Haus“ genannt wird. Es ist eines der ältesten Gebäude in Abstatt, das – wie auch das unten abgebildete „Försterhaus“ - auf einem mächtigen Gewölbekeller steht.
Die Fläche zwischen Kirche und Waltz´schem Haus wir derzeit zur „Neuen Ortsmitte“ umgestaltet und soll im September mit einem Dorffest eingeweiht werden.
Das Försterhaus, heute Teil des Rathauses von Abstatt, wurde etwa um 1540 vom reichsten Bauer, Michell Biechelberger, aus Stein auf einem Gelände erstellt, das den Chorfrauen von Oberstenfeld gehörte. Biechelberger bewirtschaftete den gesamten Besitz der Chorfrauen in Abstatt. Graf Albrecht von Löwenstein erbte 1567, nach der Aufteilung der Grafschaft Löwenstein, Abstatt und brauchte ein geeignetes Amtshaus für den einzusetzenden Amtmann. Am 15. März 1567 kaufte Albrecht von Biechelberger und den Chorfrauen das Gebäude und den zugehörigen Grund. Biechelberger bekam neben Grundstücken und einem Drittehofanteil dafür 800 Gulden, die Albrecht abstottern musste. Biechelberger verdoppelte den Wert seines Besitzes. Das Gebäude wurde im Laufe von fast 500 Jahren oftmals umgebaut, insbesondere das Dach, die Innentreppe, die Raumaufteilung, ein Kellerabgang auf der Straßenseite wurde an die Mitte der Ostseite verlegt, der Ausgang in den Garten auf der Südseite wurde geschlossen und der Zugang zu den neuen Teilen des Rathauses durch einen Brückenübergang sichergestellt. Die Grundstruktur, die dicken Mauern und die Fensteraufteilung, blieben aber im Wesentlichen erhalten.
1806 endete die Macht der Kleinfürsten und Abstatt wurde württembergisch. Erst 1840 löste Württemberg und die Gemeinde Abstatt die Fronverpflichtungen der Abstatter Bauern gegenüber den Fürsten von Löwenstein-Wertheim mit 2080 Gulden ab, wovon die Gemeinde die Hälfte der Kosten übernehmen musste. Die andere Hälfte zahlte der König von Württemberg. Der Fürst von Löwenstein behielt seine Privatbesitzungen in Abstatt, zu denen Wildeck, Vohenlohe, der Tummelgarten, das Amtshaus, der zum Amtshaus gehörende Drittelgarten gehörte, nannte das Amtshaus nun Försterhaus und verwaltete von dort aus seinen privaten Waldbesitz. 1906 verkaufte der Fürst das Försterhaus an die Gemeinde Abstatt und wurde dann zum Rathaus.

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Privatperson:

Hans-Jürgen Maute aus Abstatt

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