Kraichgauwanderer machen Werkbesichtigung bei Südzucker und AUDI.

Einen Einblick in die Zuckergewinnung zu bekommen und am selben Tag auch noch die „Spannende Welt“ von AUDI zu besichtigen das wollten die Kraichgauwanderer an einem einzigen Tag abwickeln. Dass dieser Wunschgedanke in die Tat umgesetzt werden konnte ist den beiden Verantwortlichen Vorstand Rolf Morasch und dem Marathonwanderer und Audi-Angestellten Friedhelm Kuhn zu verdanken. Zunächst wurde die Südzucker AG, Werk Offenau angefahren. Bei der Ankunft wartete bereits das Führungspersonal. Als dann Hörgerät, Schutzhelm und Warnkragen verteilt waren stand der Film „Einblick in die Zuckergewinnung“ auf dem Programm. Bei der anschließenden Werksbesichtigung konnte man dann von der Zuckerrübe bis zum verpackten Haushaltzucker alles erfahren. Die Zuckerrübe sei quasi ein wahres Multitalent. Der Zucker wird in der Rübe gespeichert aber nicht nur der Zucker wird verwendet. Die Rübenblätter bleiben nämlich als Dünger, die Rübenschnitzel dienen als Futtermittel, die Restmenge Melasse ist ein Rohstoff für die Industrie und zugleich Viehfutter. Und weil über 70 % der Rübe Wasser sind kann dasselbe direkt im Prozess genutzt werden, so der überaus kundige Werkführer. Auch sei Offenau mit über 12.000 Tonnen Rüben pro Tag eine der größten Fabriken von Südzucker. Mit dem modernen Hochregallager für rd. 15.000 Paletten und vollautomatischer Einlagerung ist man zudem inzwischen ein zentraler Logistikstandort der Südzucker. Nachdem der Blick hinter die Kulissen von A bis Z abgeschlossen war durfte eine Vesperpause eingelegt werden. Als sich Vorsitzender Morasch danach für die hochinteressante Führung bedankt hatte, musste man bereits wieder aufbrechen um termingerecht bei AUDI zu sein. Das Audi Forum in Neckarsulm ist ohne Zweifel eine Markenerlebniswelt. Man konnte auch gleich beim Beginn der Führung erfahren dass täglich bis zu 150 Neuwagen abgeholt werden. Die Führung selbst aber begann an der Produktionsstätte der Fahrzeuge im Presswerk. Dass hier kaum Personal sondern nur Computer gesteuerte Roboter am Werk waren war unverkennbar. Beim vollautomatisierten Karosseriebau sah es ähnlich aus. Ein Unzahl an Roboter ließen auch hier in perfektem Zusammenspiel gefertigte Karosserien entstehen die in der Montage landeten. Dass man dabei den Schweißrauch stellenweise als unangenehm empfinden musste wurde natürlich in Kauf genommen. Hochinteressant war auch die Abteilung Endmontage. Es war toll zu sehen wie hier die einzelnen Arbeitsvorgänge durch elektronisch gesteuerte Werkzeuge haargenau ihr Ziel erreichten. Muskelkraft ist dabei recht wenig gefragt, Teamwork jedoch umso mehr. Der Höhepunkt beim Autobau ist nach den vielen Fertigungs- Stationen allerdings die „Hochzeit“. Hier werden dann Fahrwerk und Motor endgültig vereint. Insgesamt benötigt man bei „AUDI“ für die Herstellung eines Fahrzeugs 4 Stunden. Am Ende der Führung war man sich einig dass im Rahmen dieser Führung jeder die Möglichkeit hatte über die Produktionsabläufe beim Audi-Neuwagenbau relativ viel zu erfahren. Müde und voller Eindrücke wurde nach einer Verschnaufpause die Heimreise angetreten.
Günter Zimmermann
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