Theater-AG zeigt „Jugend ohne Gott“
Alter Stoff, brandaktuelle Themen

Der Lehrer (Malte Löffler) schafft es nicht, der Aggression und Gewaltbereitschaft seiner Schülerinnen etwas entgegenzusetzen. | Foto: Alexander Berchtold
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  • Der Lehrer (Malte Löffler) schafft es nicht, der Aggression und Gewaltbereitschaft seiner Schülerinnen etwas entgegenzusetzen.
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Ödön von Horváths Roman „Jugend ohne Gott“ erschien im Jahr 1937, also mitten in der Nazi-Zeit. Dass der Stoff auch heute noch brandaktuell ist, bewies die Theater-AG unter der Leitung von Gitta Geising und Marlene Pesch mit einer modernen Fassung.
Sophia Baumgärtner, Alyssa Bonomo, Josephine Gorzelak, Catharina Ochs, Karolin Pletsch und Zoe Potreck spielen Schülerinnen, die in einem Militärcamp auf ihre Zukunft in einer auf Kampf und Krieg gedrillten Gesellschaft vorbereitet werden sollen. Die aggressive Stimmung zwischen den Schülerinnen, die immer wieder in Gewalt eskaliert und schließlich zu einem Mord führt, stellen die jungen Schauspielerinnen sehr glaubhaft dar.
Malte Löffler spielt den verzweifelten, in einem Dilemma gefangenen und mit seinem Gewissen ringenden Lehrer der Klasse sehr überzeugend. Die Figur regt auch zum Nachdenken über die Rolle von Schule im Kontext von Extremismus an: Wo endet die politische Neutralität von Lehrkräften und wo müssen sie sich klar positionieren gegen Menschenverachtung und für Demokratie?
Solche und ähnliche Fragen und Gedanken trieben im Anschluss an die aufwühlende Aufführung auch das Eppinger Publikum um, welches alle an der Inszenierung Beteiligten mit einem großen Applaus und viel Lob für ein ernstes und wichtiges Stück belohnte.

Autor:

Hartmanni-Gymnasium Eppingen aus Eppingen

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