Israelische Landwirte zu Gast im Kraichgau

Roei Shimony und Georg Heitlinger bei der Begrüßung im Klaushof
Eppingen: Betrieb von Georg Heitlinger - Rohrbach | Vergangene Woche war Familie Carmel bei Georg Heitlinger auf dem Klaushof in Eppingen-Rohrbach zu Besuch. Sie sind in dritter Generation Landwirte in Israel. Familie Heitlinger steht mit den Carmel‘s schon seit Jahren im freundschaftlichen Austausch und dabei besprechen sie auch unterschiedliche landwirtschaftliche Themen.
Am Mittwochabend fand in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Heilbronn ein Vortrag über die Landwirtschaft in Israel auf dem Klaushof von Familie Heitlinger statt.
Nachdem Georg Heitlinger den Gästen seinen Betrieb mit dem Schwerpunkt Legehennen-Haltung anschaulich im Eiersortierraum erklärte, referierte Roei Shimony aus der Familie Carmel über deren Arbeit. Er vermittelte den Zuhörern durch eine PowerPoint Präsentation ein Bild der geographischen Lage Israels und berichtete von ihrer konkreten landwirtschaftlichen Arbeit:
Familie Carmel baut an drei Standorten im ganzen Land verteilt Obst und Gemüse an. Dies ist durch die sogenannte Mehrjahresproduktion möglich, bei der Felder in allen Regionen und Klimazonen in Israel genutzt werden. Dies ermöglicht eine kontinuierliche Versorgung des Lebensmitteleinzelhandels in Israel mit ihren Produkten das ganze Jahr über, beispielsweise mit grünem Spargel (den es vorher sogar noch gar nicht auf dem israelischen Markt gab).
Auch sie haben Legehennen. Die Kundschaft der Familie ist der gesamte Lebensmitteleinzelhandel in Israel. Darüber hinaus haben sie auch immer wieder Delegationen aus der ganzen Welt bei sich zu Besuch, um sich mit ihnen zu Themen wie etwa die durch den Klimawandel erforderliche verbesserte Bewässerung auszutauschen.
In der Fragerunde danach hatten auch andere Themen, wie etwa die Sicherheit in Israel, als auch Fragen zum täglichen Umgang mit Religion sowie anderen Strukturen (Kibbuz), Platz; die die landwirtschaftliche Arbeit zumindest indirekt beeinflussen. Einige der Anbauregionen liegen nordöstlich, nur einige Kilometer von den Grenzen zu Libanon und Syrien entfernt. Auch wurde die derzeitige Situation von ländlichen Kollektivsiedlungen in Israel (Kibbuz) mit gemeinsamem Eigentum und basisdemokratischen Strukturen betrachtet, die derzeit hauptsächlich durch Tourismus Einnahmen erwirtschaften.
Zum Ausklang des Abends hatte dann jeder Besucher und jede Besucherin noch Zeit auch im persönlichen Gespräch mit Familie Carmel Fragen zu stellen.
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