Kreuz und quer: Was bin ich mir wert?

Ute Baumann sprach im Rahmen der Veranstaltungsreihe KREUZ + quer auch über Minderwertigkeitsfallen. (Foto: Renate Stephan)
Unter der neuen Veranstaltungsreihe „Kreuz + quer“ fand die dritte Veranstaltung zum Thema: „Was bin ich mir wert?“ mit der Referentin Ute Baumann am 8. November 2017 im evangelischen Gemeindehaus statt. Gemeindediakon Steffen Becker begrüßte die zahlreichen Gäste. Danach stellte sich Ute Baumann kurz vor. Jahrgang 1964, von Beruf sei sie Krankenschwester und 2004 machte sie eine Zweitausbildung zur Individualpsychologischen Systemischen Fachberatung bei ICL (Institut für Christliche Lebens- und Eheberatung). Seit 2007 habe sie eine eigene Beratungspraxis und seit 2016 sei sie Supervisorin. Einleitend fragte sie die Gäste, wer sich denn bewusst Gedanken um den eigenen Wert macht? Wenn man gefragt wird, was wir wert seien, antwortet man dann nicht spontan mit „unbezahlbar? „Theoretisch“ wissen die meisten Menschen schon, dass sie wertvoll sind, unabhängig von jeder Leistung und Eigenschaft. Aber praktisch? Wie sieht es mit unserem Wert aus, den wir uns geben, wenn wir in Situationen kommen, in denen wir uns im „Minderwert“ fühlen oder sehen? Kommen Menschen in Situationen, in denen sie verunsichert sind, sich in Frage stellen oder sich nicht so erleben, wie sie es für richtig halten, dann wird die Wertfrage schon wesentlich konkreter. Zunächst müsse man die „Minderwertigkeitsfallen“ erkennen, denn jeder will Sicherheit und Bedeutung haben. Beziehungen geben Ersatzwert und Scham macht Minderwert. Gelegentlich brauche man aber auch eine „Selbstmitleidsparty“ im Keller, wenn man z.B. sein Ziel nicht erreicht habe, kritisiert oder zu kurz gekommen sei. Dazu zitierte Baumann Römer 12,2: „Richtet euch nicht länger nach ‚den Maßstäben‘ dieser Welt, sondern lernt, in einer neuen Weise zu denken, damit ihr verändert werdet und beurteilen könnt, ob etwas Gottes Wille ist - ob es gut ist, ob Gott Freude daran hat und ob es vollkommen ist. Aber auch über die Worte von Alfred Adler: “Nicht die Tatsachen bestimmen unser Leben, sondern was wir daraus machen“ und von Rudolf Dreikurs: „ Nicht was ein Kind auf die Welt bringt ist ausschlaggebend, sondern was es daraus macht“ müsse man nachdenken. Daraufhin forderte die Referentin die Anwesenden auf, den Satz „am meisten fühle ich mich geliebt oder wertgeschätzt, wenn ….. zu vervollständigen. Dazu gab es recht unterschiedliche Antworten wie „wenn ich gebraucht werde“, wenn man mich in Ruhe lässt etc.“ Abschließend gab Baumann den Gästen das „WEIL – DESHALB – PRINZIP“ wie folgt mit auf den Weg: „Weil Gott mich bedingungslos liebt gab er seinen Sohn an meiner Stelle hin, weil Christus mich liebt, deshalb starb er für mich
weil Jesus dich liebt, musst du nicht durch Leistung glänzen, sondern hast Wert in seinen Augen weil Jesus eine Beziehung zu dir möchte, wurde er Mensch, um dir zu begegnen weil er deine innersten Sehnsüchte stillen kann, kannst du Beziehungen zu anderen Menschen leben, ohne diese zu überfordern.“  Nach wie vor aber gilt: „nur was der Mensch über sich verstanden hat, kann er auch, wenn nötig verändern.“ (res)
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