Es war einmal eine Streuobstwiese- Gehrn West in Pfaffenhofen

P.Kochert Es war einmal eine Streuobstwiese
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Leider wurde in der Zwischenzeit ganz im Sinne der Ratsfürsten und dem Bürgermeister tabularasa durchgeführt. Nach dem im Vorfeld die Gefälligkeitsgutachen durch die Haus und Hof-Gutachter erfolgt sind, wurden im Dezember die meisten alten Bäume zusammen mit den jüngeren Obstbäumen auf der Streuobstwiese gefällt. Es musste schnell gehandelt werden, weil nach Aussage vom Bürgermeister offensichtlich Wohnungsnot herrscht. Man staunt als Betrachter über die Bauplätze die nun weitgehend für Einfamilienhäuschen vorgesehen sind. Wären bei einer angeblichen Wohnungsnot nicht Mehrfamilienhäuser gefragt? Ein Erdwall an der Straße soll die Bewohner vor Lärm schützen. Gerade dieser Erdwall trägt dann den Schall über die Zaber in die nördliche Wohnsiedlung.
Leider wurde bei den alten Obstbäumen offensichtlich übersehen, dass dort Bruthöhlen vorhanden waren. Die Gutachter haben es offensichtlich übersehen, so wie die Fledermäuse, Spechte, Schmetterlinge, Insekten, Eidechsen und Kröten. Bürgermeister betonen immer wieder alles rechtsstaatlich mit Hilfe von Experten geprüft zu haben. Dabei werden sie noch von den Haus und Hofschreibern der Presse gerne unterstützt.
Nur in welche Ecke wird der Naturschutz gestellt? Es sind doch bereits die Alibi- Bäumchen als Ausgleich gepflanzt worden! Leider verschweigt man, dass diese Alibi- Pflanzen Jahrzehnte brauchen, um die Funktion der alten Bäume zu erreichen. Ganz zu schweigen von Ihrer Funktion als CO2 Speicher. Klimaziele, Flächenfraß, Erhalt von Streuobstwiesen zum Schutz unseres Lebensraum bleiben Dank rücksichtsloser Egoisten unberücksichtigt. So wird das Zabertal als Kulturlandschaft wieder ein Stück zurückgedrängt. Dazu kommt der Verlust von Ackerböden, die für unsere heimische Landwirtschaft ökologisch von Bedeutung sind. Regionale Produkte sind wichtig und tragen zum Umweltschutz und Klimaschutz bei.

Privatperson:

Peter Kochert aus Pfaffenhofen

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3 Kommentare

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Peter Kochert aus Pfaffenhofen
am 27.01.2020 um 00:34
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Matthias Böhringer aus Pfaffenhofen
am 27.01.2020 um 00:38

Weitere Dokumentation vom Schlachtfeld Gehrn mit vorher - nachher Bildern. Diese Haus -und Hof Gutachter leisten ganze Arbeit im Gäu. Binnen weniger Jahre wurde das Zabergäu so vom lieblich-harmonischen Tal zum schmutzigen Fleck im Naturpark. Und weil man des Hals nicht voll kriegt, geht es als so weiter. Aber die Behörden machen mit, Bürgermeister und Gemeinde fühlen sich im Recht. Das angesichts einer Vereinbarung zwischen Landesregierung, Bauern und Naturschutz zum Schutz der Streuobstwiesen (Verhandlung volksbegehren Artenschutz) und grünen Kreuzen, die auch den Flächenfraß anprangern.

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Peter Kochert aus Pfaffenhofen
am 27.01.2020 um 11:46