Namibia Unterstützung
Okombahe – Hardcore Afrika

Margret und Joachim Knoche waren von Ende Januar bis Anfang März wieder für fünf Woche in Namibia bei den Projekten es Vereins. Von dort aus haben sie folgendes berichtet:
Morgens und abends sind wir normalerweise an der Martin-Luther-High-School (MLH) und tagsüber mehrere Stunden in Okombahe, 7km entfernt. Während ich das Leben an der MLH oft als „2. Welt“ bezeichne, ist Okombahe für uns Hardcore Afrika.

Die Arbeitslosigkeit der Erwachsenen liegt bestimmt zwischen 65-70%, neben den beiden Schulen, der Klinik, Landratsamt und Settlement-Office und Polizei gibt es nur wenige Arbeitgeber. Einige sehr kleine „Tante Emma-Läden“, drei private Taxen nach Omaruru, zwei Kindergärten, zwei Schülerheime, aber auch diese Angestellten verdienen sehr wenig, ca. 50-100€ pro Monat, dass es zum Sterben zu viel und zum bedürfnisorientierten, ordentlichen Leben zu wenig ist. Viele Angestellte bekommen oft monatelang gar kein Geld, arbeiten aber weiter, weil sie hoffen, irgendwann doch mal wieder Lohn zu bekommen. Unser Verein versucht seine ca. 10 „ehrenamtlichen“ Mitarbeiter*innen doch nach dem gesetzlichen Mindestlohn, ca. 80.-Cent, zu entlohnen.
Wenn wir in Okombahe sind, kommen immer Leute auf uns zu und wollen etwas haben, weil wir viel reicher sind. Das ist zwar mehr als verständlich und doch nervt es sehr, überall angebettelt zu werden, gib mir!, gib mir!, „audere“, „audere“.
Aber ein Segen sind nicht alle Menschen in Okombahe so lethargisch und inaktiv. Wir haben z.B. zwei Auszubildende aus Okombahe, die gerade ihr zweites Ausbildungsjahr beendet haben und sehr strebsam und proaktiv sind.
Da ist Petronella, die gerade ihr halbjähriges Praktikum als Schulsekretärin macht und von der Schulleitung sehr gelobt wird. Und auch Constancia, die angehende Krankenschwester, ist ein positives Beispiel, wie sich Menschen aus Okombahe entwickeln können.
Dazu kann ich auch noch Rocalien, unsere Erzieherin in der Toy-Library (pädagogisches Spielzimmer) erwähnen, die eine tolle Arbeit mit den kleinen Kindern macht.
In dieser so unterschiedlichen Umgebung haben wir nun unsere Projekte: zwei Suppenküchen für 80 kleine Kinder und für 50 ältere Schulkinder, eine Toy-Library mit einer von uns ausgebildeten Erzieherin, die Unterstützung von ca. 40 Schulkindern in den Schülerheimen, die Unterstützung der beiden Kindergärten, der beiden Schulen und Schülerheime mit dem Extraunterricht in Englisch und Mathe für alle Schülerheimkinder. Diese werden gerade durch unsere Freiwilligen Hanna und Leni gefördert.
Dazu kommt das Frühstücksprojekt an der Grundschule für 80 hungrige Kinder, und die Unterstützung der evangelischen Kirchengemeinde.
Wo konnten wir dieses Mal helfen? Im Schülerheim haben wir das Flat für unsere Freiwilligen notdürftig verbessert (ein neues Bett, Stühle, eine Stahl-Sicherheitstür, alles wurde in Handarbeit angefertigt oder repariert, …), ca. 15 Kindergarten-Stühle wurden repariert, - nicht neugekauft, wie das Namibier immer gerne wollen. Wir versuchen möglichst viel reparieren zu lassen. Dadurch entstehen kurzzeitige bezahlte Arbeitsmöglichkeiten. Wie auch an der MLH, wo zurzeit ca. 80 Holz- und Eisenstühle von den Technikern Mika und Jeremias repariert werden. Wir bezahlen das Material.
Durch vielen persönlichen Kontakt laufen unsere Projekte gut und hilfreich.
Nur die Suppenküche von Yvonne für die älteren Schulkinder, die nicht im Schülerheim, sondern in Okombahe leben und die ja an die Gaub Sekundar-Schule angegliedert ist, lief absolut nicht so wie die Suppenküche eigentlich geplant war. Weder die Ordnung beim Essen noch der Standard des Essens bei dem vielen monatlichen Geld, was wir bezahlen, waren für uns akzeptabel.
Darauf angesprochen blockierte Yvonne und kündigte von sich aus ihre Mitarbeit auf. Daraufhin habe ich alle Zahlungen ab März eingestellt und wir machten uns auf die Suche nach einem neuen Platz und neuen Leuten.
Der Rektor Siboli von der Gaub Sekundar-Schule ergriff jedoch die Initiative und hat zwischen der Schule, Yvonne und uns vermittelt.
Mir war wichtig, dass unsere pädagogische Fachfrau, Ms Andima, die Grundschullehrerin ist und die alle unsere Projekte in Okombahe unter dem pädagogischen Gesichtspunkt betreut, mit dabei ist.
Aus dem Vermittlungsgespräch kam heraus, dass wir Anfang Juni zum zweiten Term die Suppenküche mit Yvonne und Laurencia und einem Helfer neu anfangen. Die Schule gibt uns 50 Namen, die kommen dürfen, weil sie bedürftig sind, Yvonne stellt einen monatlichen von Ms Andima überprüfbaren Menu-Plan auf und die Schule kontrolliert das Essen und die Rückkehr der Schüler in den anschließenden Nachmittagsunterricht. Yvonne war für diese Lösung sehr dankbar. Ob es nun besser klappt, wird die Zukunft zeigen. Wir wollen im Herbst wieder in Namibia sein.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den Menschen in Namibia.
Falls Sie unsere Projekte in Namibia fördern wollen, dann können Sie gerne auf unser Vereinskonto Sparkasse Hohenlohekreis, IBAN: DE57 6225 1550 0220 0211 06 überweisen. Mehr Informationen zu den Projekten finden Sie auf unserer Vereinshomepage www.namibia-verein.de.
Joachim Knoche, 1. Vorsitzender, Tel 07949 940269

Organisation:

Namibia Unterstützung - Verein für christliche humanitäre Zusammenarbeit e.V. aus Pfedelbach

Unterhöfener Str. 11, 74629 Pfedelbach
+49 7949 940269
kontakt@namibia-verein.de
Webseite von Namibia Unterstützung - Verein für christliche humanitäre Zusammenarbeit e.V.

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