Ruheort im Festivaltrubel
Das katholische Jugendreferat Heilbronn-Neckarsulm ist mit einem Awareness-Team bei Haigern Live dabei.
- Jasmin Piontek hat im Jugendreferat schon allerlei Material für die Betreuung der Festivalgäste zusammengestellt.
- Foto: Arkadius Guzy/Diözese Rottenburg-Stuttgart
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Tausende Besucherinnen und Besucher werden vom 25. bis 28. Juli beim Festival Haigern Live erwartet. Wer bei all dem Treiben einen Rückzugsort sucht oder Gesprächsbedarf verspürt, findet ein neues Angebot.
Das katholische Jugendreferat Heilbronn-Neckarsulm (Juref) ist an allen vier Veranstaltungstagen mit einem Awareness-Team auf dem Haigern-Gelände zwischen Flein und Talheim präsent. „Für uns ist es zunächst einmal wichtig, einen Ort anzubieten, wo die Besucherinnen und Besucher Pause vom Festivaltrubel machen können“, sagt Jugendreferentin Jasmin Piontek.
Wünschebaum und Partysegen
Am Juref-Stand, vor einer der Haigern-Hütten, ist unter einem Sonnensegel eine Chill-out-Area aufgebaut. An einem Wünschebaum können persönliche Gedanken und Tipps fürs Leben hinterlassen werden. Die Besucherinnen und Besucher können sich Bändchen mit einem Partysegen abholen und an Mitmachwänden ihre Stimmung festhalten. Außerdem gibt es Spiel- und Bastelmöglichkeiten sowie einen Kopfhörerverleih als Gehörschutz für Kinder. Am Familiensonntag werden die Angebote durch die Youngcaritas etwas abgewandelt oder ergänzt.
Betreut wird der Stand in verschiedenen Schichten von einem insgesamt 40-köpfigen Team. Es besteht größtenteils aus Ehrenamtlichen. Darunter sind zum Beispiel Menschen mit Erfahrung in der Jugendarbeit, Pädagoginnen und Pädagogen sowie andere Berufsgruppen, aber auch Studierende und Auszubildende vertreten. Sie stehen als Ansprechpartnerinnen und -partner zur Verfügung. Aus dem Team haben 20 Ehrenamtliche im Vorfeld ein eintägiges Qualifizierungsmodul zum Thema Festivalseelsorge des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) der Diözese Rottenburg-Stuttgart absolviert.
Ansprechpersonen auf dem Festivalgelände
In der Schulung lernten sie an Fallbeispielen seelsorgerliche Gesprächsführung. Dabei wurden Begegnungen durchgespielt, die typischerweise bei einem Festival vorkommen können.
Jeweils zwei Mitglieder des Awareness-Teams werden an den vier Tagen über das Festivalgelände laufen, um als mobile Ansprechmöglichkeit bereitzustehen – insbesondere nach 20 Uhr, wenn der Stand zu ist. Das Angebot sei diskret und unaufdringlich und richte sich an alle, unabhängig von Glauben oder Konfession, erklärt Piontek.
Engagement mit attraktiven Bedingungen
Traditionell zum Programm von Haigern Live gehört der Gottesdienst zum Auftakt des Familiensonntags. In den vergangenen beiden Jahren waren zusätzlich dazu verschiedene Einrichtungen des katholischen Dekanats Heilbronn-Neckarsulm mit Info- und Mitmachständen an den Festivaltagen beteiligt. Daraus hat sich auf Initiative von Piontek unter dem Dach des Juref mit Unterstützung des BDKJ und der Projektstelle Junge Erwachsene der Diözese Rottenburg-Stuttgart nun das Angebot der Festivalseelsorge mit kreativen Begegnungsmöglichkeiten entwickelt.
Die Ehrenamtlichen dafür zu finden, war laut Piontek gar nicht schwer. Das Engagement sei durch den Festivalrahmen attraktiv, wie die Jugendreferentin ausführt. Außerdem könnten sich die Ehrenamtlichen damit identifizieren und es mache selbst für Kirchenferne, die sich ebenso unter den Teammitgliedern finden, Sinn.
Das Line-up des Festivals
Die fünfzehnte Auflage von Haigern Live! findet vom 25. bis 28. Juli auf dem Haigern, einer Anhöhe zwischen Flein und Talheim im Landkreis Heilbronn, statt. Es treten regionale sowie überregionale Bands und Künstler und Künstlerinnen auf. Zum Line-up gehören unter anderem Vanessa Mai und Nico Santos. Das Festival unterstützt die Arbeit des Fördervereins Kinderfreizeit Haigern, der die Sommerferienfreizeit der katholischen Gesamtkirchengemeinde Heilbronn fördert.
Der Festivalsonntag bietet ein spezielles Familienprogramm. Den Auftakt macht traditionell der Open-Air-Gottesdienst der katholischen Gesamtkirchengemeinde Heilbronn um 11.30 Uhr. Thema ist diesmal Zeit: Wofür nehme ich mir Zeit? Wofür habe ich keine Zeit?
Artikel: Arkadius Guzy, https://www.drs.de/ansicht/artikel/ruheort-im-festivaltrubel.html
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