Zabergäuverein trifft sich in Bönnigheim

Knapp 30 Mitglieder und Freunde des Zabergäuvereins fanden sich beim Bönnigheimer Schloss zur Halbjahresveranstaltung ein, um dort eine Führung durch das „Schwarze Bönnigheim “ zu erleben. Kurt Sartorius, engagierter und kompetenter Heimatforscher, berichtete über Bräuche und Aberglauben, wovon noch Zeugnisse im Stadtbild und in der Kirche zu finden sind. Das Erzbistum Mainz verlieh an vier Ganerben, an die Herren von Gemmingen, von Neipperg, von Sachsenheim und von Liebenstein seinen Besitz Bönnigheim, bis im Jahr 1785 die Stadt an Württemberg kam. So wundert es uns nicht, dass in einem verzweigten Einflussgebiet sich Bräuche wie Neidköpfe an verschiedenen Gebäuden, Teufelskrallen an einem Baustein der Kirche, unterschiedlichste Figuren und Zeichen, die nicht immer gedeutet werden können, erhalten haben. Weiter wurde Kurt Sartorius vor 30 Jahren noch belächelt, als er in Kellern Töpfe ausgegraben hat, die er als Nachgeburtstöpfe einstufte. Heute ist seine Theorie längst wissenschaftlich gesichert. In der Ausstellung im Museum im Steinhaus: „Kindsglück –magische Bräuche um Liebe und Geburt“ haben weitere Exponate das Rahmenthema der Veranstaltung ergänzt. Großes Interesse bei den Besuchern hat die Halbjahresveranstaltung 2014 gefunden. sz
Eingestellt von: Heidrun Lichner
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