Fairen Handel bei Gold gibt es nicht

Die GRÜNEN und der Freundeskreis Peru Amazonico veranstalteten einen Abend zum Thema Goldabbau in Peru. Referent war Reinhard Seifert, der in Peru lebt und in der Entwicklungsarbeit aktiv ist. Es ging um den Bergbau Yanacocha und um wilde Goldsuche bei Puerto Maldonado. Fairen Handel bei Gold gibt es nicht, führte der Referent aus.
Der 251 km² große Tagebau - einer der größten und profitabelsten weltweit - befindet sich etwa 20 km nördlich der Stadt Cajamarca in 3500 m Höhe.
Beim Tagebau wird Zyanid (Blausäure) eingesetzt, das sich dann im Trinkwasser wiederfindet - zudem ist die Belastung der Arbeiter mit Quecksilber extrem hoch: beide Gifte reichern sich im Körper an.
Es findet sich 1 g Gold pro Tonne, täglich werden 600.000 Tonnen Erdreich bewegt, die Mine braucht zum Aufbereiten 900 l Wasser pro Sekunde und zahlt nichts dafür, während für die 290.000 Einwohner der Stadt 220 l zur Verfügung stehen, für die die Bewohner zahlen müssen.
Der Grundwasserspiegel sinkt, Moore trocknen aus, ganze Berge verschwinden, die Landschaft gleicht in großen Teilen einer Mondlandschaft.
Großes Problem ist in Peru die Korruption auch der Justiz - die kritische Öffentlichkeit wird diskreditiert, Gewerkschafter und Kritiker werden ausspioniert, teilweise ermordet.

Eingestellt von: Eva Luderer
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