Pflanzaktion von seltenen Streuobstbäumen in Neckarsulm

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Schüler und Auszubildende pflanzen ihre Klassenbäume
Als Gegenwert für die Mithilfe bei der Apfelernte wurden den Schülern der Klassen 6a und 6c des Albert-Schweizer-Gymnasiums sowie den Auszubildenden der Katholischen Fachschule für Sozialpädagogik ein eigener Klassenbaum versprochen. So trafen sich die Mitglieder der Streuobstwiesen-Initiative mit den Klassen auf der Streuobstwiese beim Aquatoll, um fünf seltene Obstbäume zu pflanzen. Zur Auswahl standen die Apfelsorten Öhringer Blutstreifling, Zabergäu Renette, Jakob Fischer, Geheimrat Dr. Oldenburg sowie Kaiser Wilhelm. Diese seltenen Obstsorten, die eher an den Erdkunde- und Geschichtsunterricht erinnern, erneuern den derzeitigen Bestand der Streuobstwiese. Erfreulicherweise konnte die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt Weinsberg, Bereich Züchtungsforschung Apfelbäume, unter der Leitung von Dr. Ruess für das Streuobstwiesenprojekt gewonnen werden. Frau Anna-Sophie Zaiser, Streuobstexpertin und Doktorandin, vertrat das weltweit anerkannte Institut bei diesem Termin. Bevor die Pflanzung startete, wurden die Schüler und Auszubildenden über die regionale Verwurzelung traditioneller Obstbäume informiert. Auf die Frage, wie alt ein Obstbaum werden kann, meinte Frau Zaiser: „Bei guter Pflege bis zu 80 Jahre.“ Da staunten alle Anwesenden und machten sich sofort an die Arbeit. Jede Klasse durfte sich einen Baum aussuchen. Unter Anleitung von Günter Glaser vom Grünflächenamt der Stadt Neckarsulm, Uwe Prinz vom Obstbauverein Neckarsulm, Dr. Thomas Ochs, Bienenexperte und Leiter der Katholischen Fachschule für Sozialpädagogik sowie Joachim Beil von der Firma Beil Fruchtsaft, wurden die Obstbäume sorgfältig eingepflanzt. Dabei wurde eingehend auf die Besonderheiten eingegangen, welche bei der Pflanzung eines Obstbaumes zu berücksichtigt sind. Alle Schüler und Auszubildenden waren von diesem naturnahen Lernen begeistert. Das zeigte sich auch an den schmutzigen Schuhen und Händen. Die Schüler der Klasse 6a waren von ihrem Klassenbaum, einem „Jakob Fischer“, so fasziniert, dass sie diesen als Jakob in ihre Klassengemeinschaft aufnahmen. Nach getaner Arbeit verabschiedeten sich die Klassen fröhlich und kehrten in ihre Schulen zurück. Die Mitglieder der Streuobstwiesen-Initiative freuen sich zusammen mit vielen interessierten Bürgerinnen und Bürgern aus Neckarsulm, dass in diesem Jahr viele nachhaltige Aktionen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene angeboten wurden und sich die Streuobstwiese als Ort des naturnahen Lernens und des Erfahrungsaustauschs hervorragend bewährt hat. Nun kehrt auch auf der Streuobstwiese die verdiente Winterruhe ein.
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