Container für Cangurito endlich angekommen!

Container wird im Dezember in Hausen abgeholt
 
Ankunft im Mai in Villafane
Vor 14 Tagen kam endlich die erlösende Nachricht, dass unser letztjähriger Container nun in Villafane angekommen ist. Wir hatten ihn bereits im vergangenen Dezember auf die lange Reise geschickt in der Hoffnung, dass er diesmal etwas schneller abgefertigt wird, da ja alle Begleitpapiere in Ordnung waren. Aber es wurde wie immer ein Hangen und Bangen, ob er denn auch tatsächlich am Bestimmungsort ankommen wird. Nicht nur für uns, sondern in erster Linie für Magdalena Pfäfflin, der Leiterin der Kita. Viele unnütze Fahrten und ermüdend viele Behördengänge usw. müssen von ihr neben der enormen Arbeit in der Kita zusätzlich erledigt werden.
Wie der Container dann in Villafane endlich ankommt schildert uns Magdalena in einer Mail , die ich in Auszügen und mit ihrer Genehmigung nachstehend wiedergebe:
…. Eine Zugmaschine brachte den Container durch rutschenden Matsch auf unsere zwei Landstückchen, blieb dann aber stecken. Wir wunderten uns, dass ein Vater mit seinem dreiradfahrenden Kind nicht vom Weg abwich. Im letzten Moment sprangen Vater und Sohn an die Seite! Wer rechnet schon damit, dass eine Zugmaschine auf diesem kleinen Weg fahren wird und dazu noch ein Monster hinter sich herschleppt… der Chauffeur war auch schon müde und überfordert, immerhin dauerte es diesmal einige Stunden und Überlegungen, bis endlich der Container abgeladen war. Jeder Container ist andersartig!….Im Januar hatte ich mit HamburgSüd Probleme, sie sagten, die argent. Behörde solle uns die Originalpapiere ausstellen, die Argentinier sagten, ohne die Erlaubnis der Deutschen dürften sie nichts ausstellen,usw., usw., dann hieß es erst einmal zahlen. Also haben wir die 400 $gezahlt…..
Der Zöllner fing mit Familienproblemen an und die dauerten praktisch den
ganzen Februar.Dazu kam das Theater von gestifteten Containern der Adventisten mit illegalen Computern. Auch an den Bischof von Quilmes wurde ein Container mit illegalem Inhalt gesandt. Über eine Stiftung sollte dieser Inhalt auf einem Markt verkauft werden. etc.etc.
Unser zuständiger Zöllner hat dann ein Schreiben hinterlassen, dass er die Verantwortung übernimmt, falls mit unserem Container etwas nicht stimmen sollte….. er hat zum Glück noch einige Freunde beim Zoll, die ihm die Hand geben können. Bis Ende Februar wusste er nicht so recht, was es war, dass es nicht voranging mit den Unterschriften bis er herausfand, dass die Registernummer von Import-Export vom Bischof schon im Juni 2016 abgelaufen war. Unser Buchhalter, der in den vergangenen 2 Jahren für uns die rechtlichen Angelegenheiten geregelt hatte, hatte nicht die neuen Regeln des Finanzamtes beachtet, was uns viel Geld, Zeit und Nerven gekostet hatte. Wir wurden alle nervös und erst nachdem meine Schwiegertochter sich beim Zoll nach dem Grund der Verzögerung erkundigte wurde ihr gesagt, dass es mit der Registernummer des Bischofs zusammenhänge. Nachdem der Bischof sich 3 mal die Fingerabdrücke abnehmen lassen musste! bekam er für die nächsten 2 Jahre eine neue Registernummer. (Anmerkung: das bedeutet, dass wir die nächsten 2 Container über den Bischofs nach Argentinien versenden können) So wurde es Anfang Mai, dann kam das Problem mit der Überweisung aus Deutschland und die Hafenkosten, die ich übernommen hatte (900 $). Inzwischen haben wir Empanadas gemacht und gut verkauft und Cangurito hat mir das Geld zurückgegeben.

Es gäbe noch so viel zu berichten, aber ich will es dabei belassen. Auf jeden Fall ist es bewundernswert, mit welchem nie versiegenden Optimismus Magdalena Pfäfflin mit diesen Problemen umgeht und dabei nie den Mut verliert. Dafür gebührt ihr unsere ganze Hochachtung. Das heißt aber auch für unseren Verein, dass wir weitermachen, auch uns nicht unterkriegen lassen und hoffen, dass uns unsere Freunde und Förderer von Cangurito weiterhin so hilfreich zur Seite stehen.
Uschi Staiber
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.