Wo sind all die Vögel geblieben?

Blaumeise am Meisenknödel
Unsere Vogelhäuschen sind prall mit gutem Futter bestückt und trotzdem bleiben die Vögel aus. Viele vermuten als Auslöser die Vogelgrippe oder das Usutu-Virus. Bisher sind nur wenige Amseln vom Virus betroffen. Die Vogelgrippe trifft vor allem nur Wasservögel und Greifvögel, Singvögel sind noch ausgenommen. Wer häufig im Wald unterwegs war, dem ist aufgefallen, dass es dieses Jahr viele Eicheln, Bucheckern und Hagebutten gab, aber im Wald sind Vögel auch rar. Viele Vogelarten, auch unsere Meisen, ziehen im Winter umher. Im nassen Frühjahr sind wohl auch einige junge Singvögel gestorben. Wissenschaftler haben einen extremen Mangel an geeigneten blühenden Wildkräutern und Blumen festgestellt. Die Landschaft wird zunehmend von Gräsern dominiert. Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten fehlen Nektar und Blütenpollen. Insektizide und Pestizide sind auch mit verantwortlich für das rasante Artensterben. Ohne Gegensteuern wird unsere Natur mehr und mehr insektenfrei. Autofahrer können sich freuen, aber unseren Vögeln fehlt die Nahrung und die Bestäubung der Kulturpflanzen leidet.
Vom 6. – 8. Januar 2017 ruft unser NABU zur „Sunde der Wintervögel“ auf. Die bundesweite Aktion wird zeigen, ob tatsächlich weniger Vögel als sonst in die Gärten kommen. Wir alle können durch unsere Meldungen unter www. nabu stunde der Wintervögel.de hierbei mithelfen, dort gibt es auch Zählhilfen. Jeder kann auch Preise gewinnen.
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