Wimpfener informieren sich zum Thema Klimaschutz

Wenn die Sonne über Wimpfen scheint: Dank Biberschwanz-Photovoltaik könnte in Zukunft auch in der Altstadt Sonnenenergie zum Einsatz kommen.
Nicht nur im Gemeinderat werden positive Zeichen für den Klimaschutz in Bad Wimpfen gesetzt. Aktuell trifft sich regelmäßig ein Arbeitskreis zum „Klimaschutz-Coaching“ bestehend aus städtischen Mitarbeitern, Gemeinderäten und interessierten Bürgern.
Beim letzten Treffen im Kursaal ging es um Siedlungsentwicklung und Energieerzeugung. Energieberater Marco Hampele vom Energiezentrum Wolpertshausen konnte sich davon überzeugen, dass sich Bad Wimpfen in vielerlei Hinsicht auf einem guten Weg befindet. In der Siedlungsentwicklung, zum Beispiel, wird in den aktuell geplanten Neubaugebieten in Bad Wimpfen zunehmend auf eine kompaktere, energiesparende Bauweise gesetzt. Im Neubaugebiet am Wolfsberg sollen sogar ca. einhundert solche Wohneinheiten entstehen. Hampele erklärte mit einer anschaulichen Grafik, dass Gebäuden mit mehreren Wohneinheiten energetisch betrachtet deutlich günstiger als Einfamilienhäuser sind. Der neue Lidl-Gebäudekomplex wurde in Hinsicht auf seine geplante Dachbegrünung und deren Auswirkung auf die Klimaresilienz positiv erwähnt. Grünflächen in Städten sind sowohl für ihre kühlende Wirkung im Sommer als auch wegen ihrer „Schwammfunktion“ bei schweren Regenfällen wichtig.
Auch in Sache Energieerzeugung konnte Bad Wimpfen in vielen Bereichen punkten. Der aktuelle Beschluss, die städtische Stromversorgung auf 100 % erneuerbare Quellen umzustellen, der Ausbau der Versorgung mit Fernwärme und die (auch energetische) Sanierung des Gymnasiums sprechen für die Stadt. Bei der Frage nach Windkraft und Geothermie konnte Bad Wimpfen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten wenig aufzeigen und Photovoltaik in der denkmalgeschützen Altstadt von Bad Wimpfen schien bisher ein unerfüllbarer Traum zu sein. Umso interessierter zeigte sich Bürgermeister Claus Brechter, als Hampele Biberschwanzziegel mit Photovoltaikfunktion vorstellte. Den Vorschlag, die Supermarktparkplätze im Tal mit Photovoltaikanlagen zu beschatten hielt Hampele ebenfalls für eine rentable Möglichkeit.
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