Ehrung für José Maria Sison
Gedenkstunde für einen großen Freiheitskämpfer und Revolutionär

Mit dem Freiheitslied 'Wind weht über Grenzen' und dem kämpferischen Gewerkschaftslied 'Our union' der philippinischen Songgruppe Tambisan Sa Sining wurde die Gedenkstunde eröffnet.
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  • Mit dem Freiheitslied 'Wind weht über Grenzen' und dem kämpferischen Gewerkschaftslied 'Our union' der philippinischen Songgruppe Tambisan Sa Sining wurde die Gedenkstunde eröffnet.
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Vertreter der internationalen revolutionären, marxistisch-leninistischen und Arbeiterbewegung und Bündnispartner haben am 23.12. in Utrecht / Niederlande würdevoll und bewegend von Joma Sison Abschied genommen, der am 16.12. im Alter von 83 Jahren im politischen Exil verstorben ist.

16 Teilnehmer aus Deutschland, der Türkei und dem Irak kamen am 29.12. zur Gedenkstunde der MLPD Heilbronn für Joma Sison. Aktiv dabei war die Gruppe des Jugendverbands REBELL.


Das Programm begann mit Freiheitsliedern und Liedern der philippinischen Arbeiterbewegung, sowie einem Gedicht von Joma Sison. Nach einer Schweigeminute wurde in einer Ansprache das Lebenswerk des großen Revolutionärs gewürdigt. 3 aktive Vereinsmitglieder der Deutsch-Philippinischen Freunde aus Heidelberg und Heilbronn berichteten von ihren Reisen und der großen Verankerung von Joma Sison in den antiimperialistischen Massenorganisationen. Ein Teilnehmer war tief beeindruckt von den Besuchen bei politischen Gefangenen auf den Philippinen, die trotz jahrelanger Haft eine hohe Kampfmoral bewiesen. Durch den Verkauf von Kunsthandwerk wurde die Solidarität der deutsch-philippinischen Freunde unterstützt.

Mit dem Freiheitslied 'Wind weht über Grenzen' und dem kämpferischen Gewerkschaftslied 'Our union' der philippinischen Songgruppe Tambisan Sa Sining wurde die Gedenkstunde eröffnet.
José Maria Sison (im blauen Hemd) mit philippinischen Mitstreitern bei einer Aktion für die Freilassung politischer Gefangener. Sison selbst wurde aufgrund seiner Weltanschauung von der Marcos-Diktatur 7 Jahre lang inhaftiert. Davon war er 2 Jahre in Isolationshaft an ein Feldbett angekettet. Seit Ende der 1980 er Jahre lebte er in den Niederlanden im Exil. Er stand auf einer Todesliste des philippinischen Regimes, auf ihn war ein Kopfgeld ausgesetzt.
An der internationalen Gedenkfeier in Utrecht / Niederlande am 23.12. nahmen 200 Besucher teil. Die Delegationen der MLPD und ihrer Schwester-Organisationen in der ICOR aus Europa würdigten insbesondere Sisons große Lebensleistung für den internationalen Zusammenschluss der Arbeiterbewegung und Freiheitskämpfe in allen Kontinenten der Welt.
José Maria Sison war auch Buchautor und engagierte sich in der Anwendung des Marxismus-Leninismus auf die heutige Situation im 21.Jahrhundert. Gemeinsam mit Stefan Engel (Leiter des Redaktionskollektivs REVOLUTIONÄRER WEG) gab er das Buch "Die Mao Zedong-Ideen sind lebendig" heraus. Darin sind wichtige Ergebnisse des Seminars zum zum 100. Geburtstag von Mao Zedong zusammengefasst, das im November 1993 in Gelsenkirchen stattfand.