Frühling

Pünktlich zum Frühlingsanfang verirrte sich am gestrigen „Sonnentag“ eine mutige Wildbiene bei uns ins Haus. Das erinnerte mich an die letztjährige Migrantin Herkuline.

Migrantin Herkuline

Honigbiene Herkuline
Liebte unsren Quittenstrauch
Der im Frühjahr schön früh blühte
Zeigte uns den Frühlingshauch

Sie genoss von jeder Blüte
Den beliebten Nektarsaft
Schien als ob sie fast betrunken
Gab den Flügeln richtig Kraft

Eines Abends in der Sonne
Als der Nordwind plötzlich blies
Wurden die Gelenke steifer
Und der Weg zum Stock war fies

Konnte noch ins Zimmer kriechen
Ohne den Migrantenschein
Durfte sie bei uns nun ruhen
Bis zum ersten Sonnenschein

So konnte sie sich wieder nähren
Um zum Volk zurückzukehren
Leerte ihre Honigtaschen
Davon wir noch heute naschen

So hat Honig-Herkuline
Fleißig als Migrantenbiene
Unsren Honigtopf mit Stecken
Vollgefüllt für uns zum Lecken

Saucorona

Surfend auf der dritten Welle
Am Abgrund entlang den Tiefen entgegen
Untergehend und doch kräftig auftauchend
Chance im Antikörper suchend
Ohne Zweifel trotz Mangel verzweifelnd
Ruhige See windstill erhoffend
Ohne Wellenbrecher im Aerosolenwind rollend
Nichts geht in Klarheit mehr trübend
Anfang mit endlichem Wellenwechsel erwartend

Rüdiger Kolb Alföld-Lirikus 2021
Alföld = Puszta = Tiefebene = Oberrheinische Tiefebene
Zwischen Petöfi und Morgenstern

Autor:

Rüdiger Kolb aus Heilbronn

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