DIE MANDARINENTE
Gekommen um zu bleiben
- Foto: Heidrun Rosenberger
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Eine der farbenprächtigsten Entenarten der Welt hat eine neue Heimat in Heilbronn gefunden.
Sie stammt ursprünglich aus Ostasien, inzwischen hat sie sich als Neozoon in weiten Teilen Europas, einschliesslich Deutschland, etabliert.
Die Mandarinente mit einer Körperlänge von 41-51cm und einem Gewicht von 400-700 Gramm gehört zur Gruppe der Glanzenten. Der Erpel trägt von Oktober bis Mai ein extrem buntes Gefieder mit orangefarbenem "Backenbart", einem metallisch glänzenden Scheitel und aufgerichteten Flügelfedern. Das Weibchen ist unauffällig graubraun gemustert mit einem weissen Augenring. Diese Entenart bevorzugt Binnengewässer, Seen und langsam fliessende Gewässer, so wie den Neckar mit seiner Ufervegetation.
Spannend ist ihre Art der Fortpflanzung. Die Mandarinente ist ein Höhlenbrüter, sie nutzt Baumhöhlen in bis zu neuen Metern Höhe.
Die Brutzeit erstreckt sich von April bis Juni. Am ersten Tag nach dem Schlüpfen springen die Küken wagemutig direkt aus der Höhle in die Tiefe.
Besonders bemerkenswert ist ihre Ernährung. Diese erfolgt oft an Land und beinhaltet u.a. Eicheln und Bucheckern, die sie unzerkaut im Ganzen schluckt.
Die ursprünglich als Parkvogel eingeführte Ente existiert heute als Wildpopulation in Deutschland und Mitteleuropa. Die Mandarinente ist standorttreu und trotz auch der winterlichen Kälte. Ihre Art gilt gottseidank nicht als gefährdet. Weltweit wird der Bestand dieser farblustigen Vögel auf 65 000 Individuen geschätzt.
Es bringt viel Freude, den schwimmenden Farbklecks, auf dem Neckar beim Götzenturm in Heilbronn, mit den anderen Wasservögeln zu beobachten. Jetzt fehlt nur noch das passende Weibchen.
Privatperson:Heidrun Rosenberger aus Heilbronn |
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