EISZEIT IM NECKARBOGEN HEILBRONN
Still ruht der (Karls)See

Foto: Heidrun Rosenberger
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Der Neckarbogen im Winter ist eine andere Welt.
In dieser eisigen Stille zeigt sich die Natur von ihrer kältesten, aber auch magischen Seite. Glitzerndes Eis auf dem Karlssee und den Wasserläufen und das klare, kalte Licht schafft eine fast unwirkliche Atmosphäre.
Die Schwäne gleiten jetzt nicht durch das Wasser, sondern schreiten mit Langsamkeit über die gefrorenen Eisflächen. Aber nicht überall hält die Eisschicht dem Gewicht der wuchtigen Körper Stand und der eine oder andere grosse Vogel bricht durch die Eisdecke. 
Durch die Unbeholfenheit des Vogels ist man fast schon gewillt, dem armen Kerl zu helfen, damit er sich aus seiner misslichen Situation befreien kann. Sorgen muss man sich aber nicht. Schwäne sind hervorragend gegen eisiges Wasser und Kälte geschützt. Sie besitzen dichte, wetterfeste Deckfedern, darunter weiche Daunen, die eine isolierende Luftschicht am Körper einschliesst. Regelmässig fetten sie ihr Gefieder mit einem öligen Sekret aus der Bürzeldrüse ein. Diese blockiert das Wasser, damit es nicht bis auf die Haut vordringt. Selbst beim Schwimmen im eiskalten Wasser bleiben die Schwäne trocken und warm.
Ganz anders sieht es bei den Nutrias aus, sie sind nur bedingt gegen eisige Temperaturen geschützt. Ursprünglich stammen diese Tiere aus dem subtropischen Südamerika und sind an extrem kalte und langanhaltende Winter nicht optimal angepasst. Bei strengem Frost friert ihr unbehaarter, dünner Schwanz häufig ein. Die Folgen können zu Entzündungen oder gar das Abfallen von  Schwanzstücken führen. Da diese Sumpfbiber keinen Winterschlaf halten, müssen sie auch bei Eis und Schnee auf Nahrungssuche gehen. Einen grossen Vorteil bieten den Nutrias ihre Wohnhöhlen an Uferböschungen. Zeigen die Aussentemperaturen minus 4 Grad, herrschen in der "guten Stube" Plusgrade von etwa 8 bis 10 Grad.
Die heutige Entdeckung von zwei Jungtieren, etwa 4 Wochen alt, bereiten mir aber doch etwas Sorge. 
Ein Nutria Weibchen kann 2 bis 3 Mal pro Jahr werfen. Obwohl Geburten jederzeit möglich sind, häufen diese sich normalerweise im Frühjahr - April/Mai - hier ist das Nahrungsangebot günstig. In strengen Wintern ist die Sterblichkeit der Jungtiere sehr hoch. 
Ich hoffe nur, das die süssen Mini-Nutrias den Winter gut überstehen. 

Wenn man all diese Situationen sieht, dann ist die Eiszeit im Neckarbogen doch nicht sooo still, sondern einfach nur anders.

Privatperson:

Heidrun Rosenberger aus Heilbronn

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