Besuch der KZ-Gedenkstätte in Ulm
Eine ganz besondere Geschichtsstunde
- Neuntklässler der Helene-Lange-Realschule Heilbronn beim Besuch der KZ-Gedenkstätte in Ulm
- Foto: Helene-Lange-Realschule
- hochgeladen von Helene-Lange-Realschule (Hela)
Neuntklässler der Helene-Lange-Realschule Heilbronn besuchten die KZ-Gedenkstätte Oberer Kuhberg in Ulm. Für viele war es das erste Mal, einen ehemaligen Ort des nationalsozialistischen Terrors zu betreten. Der Besuch war somit keine gewöhnliche Geschichtsstunde, sondern eine direkte Auseinandersetzung mit der Realität des NS-Regimes. Die Gedenkstätte befindet sich in einer alten Festung aus der Zeit Napoleons. Zwischen 1933 und 1935 wurde sie von den Nationalsozialisten als Konzentrationslager für politische Gegner genutzt, für ganz normale Menschen wie Pfarrer, Lehrer, Sozialdemokraten oder Kommunisten. Die Zustände im Lager waren erschreckend: Es gab kalte, feuchte Räume ohne Heizung, keine Duschen, kaum Wasser – nur einen Eimer für alles, nur drei primitive Toiletten für 70 Gefangene und vor allem keine Rechte, keine Anwälte, keine klare Entlassung. Die Insassen wussten oft nicht, wie lange sie bleiben mussten – und wenn sie krank wurden, entschied der Kommandant oder der Lagerarzt, ob sie freikamen. Die Schülerinnen und Schüler lernten, wie politische Gegner – ganz normale Bürger – verschleppt und gedemütigt wurden: “Es war keine einfache Erfahrung – aber eine, die wir so schnell nicht vergessen werden.” (NG)
Organisation:Helene-Lange-Realschule (Hela) aus Heilbronn |
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