Ein besonderes Wohnangebot

Dominik Hoffmann leitet das Jugendgästehaus St. Georg in Heilbronn. (Foto: drs/Guzy)
Heilbronn: Heinrich-Fries-Haus | In Corona-Zeiten richtet sich der Blick auf den Bildungsbetrieb. Im Hintergrund spielt dabei auch ein Haus der Caritas eine wichtige Rolle.

Zurzeit geht es ruhig zu im Jugendgästehaus St. Georg in der Innsbrucker Straße in Heilbronn. Schließlich sind gerade Sommerferien. Ab September, wenn das neue Ausbildungsjahr beginnt, wird sich das wieder ändern. Dabei kommt der Einrichtung in Corona-Zeiten eine besondere Bedeutung zu.

So war das Haus auch in der Zeit des allgemeinen Stillstands im Frühling im Gegensatz zu touristischen Beherbergungsbetrieben nicht geschlossen. „Wir waren durchgehend in Betrieb“, sagt Leiter Dominik Hoffmann. Allerdings war das Haus damals nur mit einigen Dauerbewohnern und zum Beispiel einzelnen ausländischen Studierenden, die nicht zurück in ihr Land konnten, belegt, wie Hoffmann erklärt.

Das Haus habe eine spezielle Erlaubnis. „Wir gelten als systemrelevant“, sagt Hoffmann. So sei es auch für das Wiederhochfahren des Schulbetriebs wichtig gewesen, dass das Jugendgästehaus offen ist. Mit dem Jugendwohnen St. Georg bietet die Caritas Heilbronn-Hohenlohe, als Trägerin der Einrichtung, insbesondere Blockschülern, Auszubildenden, Praktikanten sowie überbetrieblichen Lehrgangsteilnehmern eine Unterkunftsmöglichkeit.

Für den Betrieb unter Corona-Bedingungen musste das Haus selbstverständlich ein Schutzkonzept ausarbeiten. „Wir mussten schnell reagieren und haben uns viele Gedanken gemacht, wie wir den Betrieb gewährleisten können“, sagt Hoffmann.

So werde zum Beispiel bei Ankunft die Temperatur der neuen Bewohnerinnen und Bewohner gemessen. Drei-Bett-Zimmer sind zu Zwei-Bett-Zimmern umgewandelt worden, und es gibt extra Quarantänezimmer. Auch die Essensausgabe wurde umorganisiert: Es gibt kein Büfett mehr und die Essenszeiten im Speisesaal sind stockwerksweise gestaffelt. Der Besucherkontakt ist eingeschränkt.

Es gibt auch einen Notfallplan, wie Hoffmann erklärt. Aber bisher habe es keine Probleme gegeben. Der Einrichtungsleiter berichtet, dass sich die jungen Leute diszipliniert an die Regeln halten – vielleicht entgegen den Befürchtungen mancher Leute.

Hoffmanns pragmatischer Ansatz ist, einfach zu schauen, was die Einrichtung machen kann, wie sie mit der Corona-Situation umgehen kann – und das dann einfach auch umzusetzen. Die coronabedingt ruhige Phase im Frühjahr wurde zum Beispiel für eine Revision genutzt und dafür, einige Dinge abzuarbeiten. So ist das Haus für September bestens bereit.

Arkadius Guzy
Diözese Rottenburg-Stuttgart, 28. August 2020, www.drs.de
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