Führung ev. Kirche in Klingenberg

Das Ortskartell Heilbronn-Klingenberg e.V., Projekt Klingenberg durch Ort&Zeit, hat am 23. Juni 2018 zu einer Führung mit Pfarrer i.R. Martin Schüz in der ev. Kirche Klingenberg eingeladen. Zahlreiche Besucher konnten zu Beginn im Kirchhof begrüßt werden. Herr Martin Schüz hat schon zu Beginn mit seinen Ausführungen zur Aussenfassade die Besucher fasziniert. Nachdem die Besucher im Innenraum der Kirche Platz genommen hatten konnte das Juwel einmal mit anderen Augen bestaunt werden. Klingenberg war alter Besitz des Klosters Weißenburg und kam im 13. Jahrhundert als Lehen an die Markgrafen von Baden, die es an die Familie, die dann 1293 als "von Klingenberg" erstmals genannt wird, weiter verleihen. Dazu gehörte auch die um 1300 bereits bestehende Klingenberger Kirche. Die Lage der Kirche unterhalb der Burg weist auf einen engen Zusammenhang mit Ortsherrschaft hin. Als die Herren von Neipperg 1407 und 1412 Klingenberg erwarben kamen sie auch in den Besitz der Kirche und blieben Patrionatsherren bis zur Aufhebung der Kirchenpatrionate in Württemberg im 20. Jahrhundert. Geschichtlich wertvoll der Chor aus dem 14. Jahrhundert,  die Seitenkapelle, die Grabsteine, das Kirchenschiff und das Chorfenster. Drei Wandgemälde schmücken die Kirche. An der Nordseite ist die Berufungsvision  des Jesaja dargestellt, die Jahreszahl 1747 ist lesbar. Besonders ist zu erwähnen ist die Orgel, gebaut von Victor Gruol, dem bedeutenden Orgelbauer Württemberg, fertiggstellt am 24. Mai 1825. Bei der Restaurierung 1975 konnte der Originalzustand wieder hergestellt werden. Die Orgel ist ein historisch wertvolles Instrument.
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