Kultur im Klinikum: Rastrelli Quartett begeistert im Klinikum am Gesundbrunnen

Eigentlich findet die Reihe "Kultur im Klinikum" immer dienstags statt. Für das international anerkannte Rastrelli Quartett wurde eine Ausnahme gemacht. Roswitha Löffler, war bereits vor dem Konzert begeistert, dass es gelungen war, die vier Cellisten ins Klinikum zu bekommen. "From Brahms to Beatles" unter diesem Motto stand der Abend:

Nicht nur im klassischen Fach mit allen Wassern gewaschen, erkundeten die vier Ausnahmecellisten in ihrem Konzert im Hörsaal des Klinikums am Gesundbrunnen auch die Gefilde von Jazz, Blues, Rock und Pop. Neben Werken von David Popper, Edvard Grieg, Peter Tschaikowsky oder Paul Desmond widmeten sich die vier im ersten Teil des Programms dem wohl populärsten Werk von Johannes Brahms: den Ungarischen Tänzen. Gerührt war das Publikum vom Stück "Verabschiedung der Außerirdischen". Dieses Stück hat Kraftzoffs Tochter komponiert - natürlich hat der Papa noch ein wenig nachgeholfen. So mancher Konzertbesucher mochte es kaum glauben, aber kein einziges Stück in dem umfangreichen Repertoire der "Rastrellis" wurde original für Cellos geschrieben. All diese stimmigen Arrangements stammen von dem Quartett Mitglied Sergio Drabkin.

Im zweiten Teil wurde das Songbuch der Beatles aufgeschlagen. Ein außergewöhnliches Klangerlebnis, die bekannten Beatlessongs auf dem Cello zu hören. Und als zum Schluss alle in das "na na na nananana" des Beatles-Klassikers "Hey Jude" einstimmten, war dies das Ende eines tollen und stimmungsvollen Konzertabends. Ein echtes Highlight im Programm von Kultur im Klinikum.

Geleitet wird das "Rastrelli Quartett" von Kira Kraftzoff. Komplettiert wird es durch seine ehemaligen Schüler Mischa Degtjareff und Kirill Timofeev, ohne die diese große Bandbreite an Stilrichtungen und die Präsentation intensiven musikalischen Erlebens nicht möglich wäre. Man sieht und hört vier Celli auf der Bühne - und doch meint man, es wäre ein altes Klavier zu hören, auf dem gerade Ragtime gespielt wird, oder ein Saxophone des Glenn Miller-Orchesters. Das Publikum genoss die unbändige Spielfreude des "Rastrelli Cello Quartett" und das virtuose Cellospiel der vier Ausnahmemusiker.
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