Radautobahn?!

Heute wurde in der Heilbronner Stimme ausführlich über den aktuellen Stand der Planung eines Radschnellweges zwischen Heilbronn und Bad Wimpfen berichtet. In dem Artikel wurde zweimal das Wort Radautobahn verwendet. Dieses Wort sollten wir schnell wieder aus unserem Wortschatz streichen. Denn die Planung eines Radschnellweges ist in keinster Weise mit einer Autobahn vergleichbar. Eine Autobahn kennzeichnet, dass man nach der Auffahrt auf dieser Ampel-, kreuzungsfrei und mehrspurig fahren kann. Häufig steht man auch im Stau. All das wird es bei Radschnellwegen nicht geben. Denn die zur Verfügung stehenden 4,2 Millionen (für 14 KM) würden bei einem Autobahnbau wahrscheinlich nur für 250 Meter reichen. Wenn überhaupt.

Aber zum Glück sind RadfahrerInnen ja anspruchslos. Sie wären schon zufrieden mit ausreichend großen Spuren, die ein sicheres Überholen möglich machen und möglichst wenige Bordsteine, die man rauf und runter fahren muss. Über mehrere Kilometer eine konstante Geschwindigkeit fahren, das ist auf aktuellen Radwegen nicht möglich.

Das sagt übrigens unser Verkehrsminister Hermann zu dem Thema: „Zukünftig werden wir in Baden-Württemberg in ausgewählten Abschnitten Landesstraßen nur für Radfahrer haben – das sind keine kleinen Radwege mehr – sondern Infrastrukturprojekte wie vergleichbare Straßen.“

Schön, wenn wir diese Zukunft noch erleben dürfen!
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