Rosa Luxemburg war in Heilbronn

Der Heilbronner Rosa Luxemburg Club hat zum 100sten Todestag von Rosa Luxemburg einen Vortragsabend in der ebene 3 organisiert. Gekommen waren über 80 Gäste, die zwei spannende Stunden Zeitgeschichte verfolgen konnten. Anneliese Fleischmann-Stroh begann mit der Lebensgeschichte der jüdischen Sozialistin. Die Reise ging von Polen über die Schweiz und Deutschland bis in die Auseinandersetzung mit der jungen Sowjetunion. Dabei hat Fleischmann-Stroh viele Orte ihrer Erzählung selbst besucht und auch im Heilbronner Archiv erstaunliches zu Tage gefördert: Rosa Luxemburg selbst war für zwei Vorträge in Heilbronn gewesen.

Heinz Deininger ging dann auf die Inhalte von Luxemburgs Schriften ein. So war sie eine erbitterte Gegnerin des Ersten Weltkriegs. Sie verurteilte gerade auch die sozialdemokratischen Politiker, welche mit Kriegskrediten die deutsche Beteiligung am Krieg mit ermöglichten. Aus dieser Spaltung der Sozialdemokratie entstand dann die KPD, die Luxemburg mitbegründete.

Luxemburgs Kapitalismuskritik ist durchaus auch nach hundert Jahren noch aktuell und ihre Schriften zu Finanzkapital und Ausbeutung durchaus lesenswert wie Deininger versicherte.
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