Pfarrer Mayer-Gesellschaft
500 Jahre Deutscher Bauernkrieg
- Tillmann Zeller (r.) bei der Mitgliederversammlung der Pfarrer Mayer-Gesellschaft in Kupferzell.
- Foto: privat
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Bei der Mitgliederversammlung der Pfarrer J. F. Mayer-Gesellschaft (PMG) in Kupferzell warf Tillmann Zeller in seinem Vortrag zum „Bauernkrieg 1525“ einen Blick auf die Lebensumstände der Bauern und die Ereignisse speziell im süddeutschen Raum und die hiesigen Protagonisten zu jener Zeit.
Wesentlicher Treiber für den Aufruhr des dritten Standes war die zunehmende wirtschaftliche Not als Folge von immer mehr Steuern, Zöllen, Abgaben und Frondiensten und Missernten. Auch wenn sich Luther klar von den Aufständischen distanzierte, wirkte die Reformation als Rechtfertigung für das Aufbegehren. Zeller, Gründungs-Vorstandsmitglied der PMG aus Bad-Mergentheim, stellte Anführer und Schlachten der aufständischen „Haufen“ in den verschiedene Regionen vor.
Der Vertrag von Grünbühl gilt als einer der größten Erfolge der Bauern. Die Grafen von Hohenlohe mussten auf die zwölf Artikel des Memminger Manifests schwören. Doch war die Bluttat zu Ostern 1525 gegenüber den Adeligen bei Einnahme der Stadt Weinsberg ein Weckruf für die Herrschenden. Es folgte ein rascher Sieg der Truppen des Schwäbischen Bundes unter Truchsess Georg III. von Waldburg-Zeil, genannt der „Bauernjörg“. Schätzungen gehen von etwa 70.000 Personen aus, die während der ersten Massenerhebung der deutschen Geschichte zu Tode kamen.
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