Vereinsausflug 2018 nach Ostfriesland

Teilnehmer Vereinsausflug
 
Windmühle Großefehn
 
Schulhaus im Torf- und Siedlungsmuseum Wiesmoor
Vereinsausflug vom Sängerbund Cäcilia 1863 e.V. Stein a. Kocher vom 05.-08.07.2018
Es ist Donnerstagmorgen, kurz vor 06.00 Uhr, treffen sich 47 Teilnehmer zum Vereinsausflug vom Sängerbund Cäcilia Stein zu ihrer 4-Tagesfahrt nach Ostfriesland. Nachdem alles verstaut ist, geht’s fast pünktlich los. Reinhold Trabold ließ es sich nicht nehmen den Bus selbst zu fahren, ausgestattet mit vielen und den neuesten Sicherheitstechniken. Wir haben ca. 630 km vor uns. Los geht’s über die BAB Würzburg, Aschaffenburg und die Sauerland-Linie Richtung Norden. Die Fahrt durch den hügeligen Spessart, das größte zusammenhängende Waldgebiet, ging‘s unserer Kaffee- und Brezelpause entgegen. Nun die Weiterfahrt, ausgebremst doch durch einige Baustellen, über den Hohen Vogelsberg, Gießen, Siegen ins Ruhrgebiet. Vorbei an Hagen und Münster ziehen wir übers Kamener Kreuz Richtung Oldenburg. Hier ist man in der Landwirtschaft mit der Heu- und Getreideernte beschäftigt. Größere und einzelne große Gehöfte prägen das Landschaftsbild, es wird nun topfeben. Noch 25 km dann sind wir in Westerstede an der Tankstelle Moorburg. Dort stieg Franz Krieger ein alter, junggebliebener Steinermer unserem Bus zu. Mit einem Moin wurde jeder Fahrgast von ihm persönlich begrüßt. Er wird für die nächsten Tage unser Reisebegleiter sein. Das Ammerländer Land ist durch Pferde- und Viehzucht sowie Getreide- und Maisanbau geprägt.
Zur Kaffeepause treffen wir zu Hause bei Frau Krieger ein. Hier durften wir eine Bewirtung erleben, die für alle unvergesslich bleibt. Herzlich willkommen bei Kaffee, Kuchen und kühlen Getränken entwickelte sich ein lockerer Plausch unter alten Freunden. Alte Bilder aus der Kinder- und Schulzeit machten die Runde. Wir fühlten uns wohl, das spiegelte sich auch in unseren Liedern wieder. Franz Krieger kam als 18-jähriger hierher nach Wiesmoor. In den jetzt 52 Jahren hier hat er sofort den Kontakt zu Vereinen, Privatleuten und seiner Leidenschaft dem Fußball Anschluss gefunden. Im Hotel Auerhahn, dem Quartier für die weiteren Tage, wurden wir mit einem Willkommensgruß vom Bürgermeister der Gemeinde nochmals auf’s herzlichste begrüßt. Beim vorzüglichen Abendessen klang der Tag mit Gesprächen und Liedern aus.
Gestärkt nach einem reichhaltigen Frühstück starteten wir in den neuen Tag. Um 09.15 Uhr Weiterfahrt und Führung durch die Meyer-Werft. Die über zweistündigen Rundgang durch die Werft war interessant und gigantisch. „So jetzt kann jeder sein eigenes Boot bauen“ lauteten die Worte von unserem Führer Karl. Sehr humorvoll und mit viel Wissen, unterstützt durch Filme, führte er uns durch das Familienunternehmen Meyer, die Weltmarktführer im Bau von Kreuzfahrtschiffen sind. Schiffbau ist wie Spielen mit Legosteinen: Baustein für Baustein zusammenbauen – fertig. Mit viel Wissen über Kreuzfahrtschiffe fuhren wir weiter nach Leer. Hier ein kurzer Stopp für einen kleinen Imbiss oder Kaffee. Zurück ging‘s zum Torf- und Siedlungsmuseum nach Wiesmoor. Unter fachkundiger Führung, erklärt über das karge Leben und die harte Arbeit mit dem Moor, konnte sich jeder sein eigenes Bild machen. Vorzüglich mundeten Ostfriesen-Tee und selbstgebackener Krintstuut . So gestärkt auch durch den „Kolonisten-Schnaps“, traten wir die Rückfahrt mit der Museumsbahn an. Nach dem Abendessen klang der Tag beim gemütlichen Beisammensein und Liedern aus.
Mit Sonnenschein startete unser 3. Tag nach Emden, zum Leuchtturm Pilsum und nach Greetsiel. Doch zuerst zum Emssperrwerk Gandersum. Einige durchfahrende Schiffe und die Erklärungen von Franz führten uns die Bedeutung dieses Bauwerks plastisch vor unsere Augen. Eine gigantische Anlage dieses Emssperrwerk. Willkommen zum Bummel in Emden, zur nördlich größten VW-Stadt. Pause und Zeit für Kaffee, einen Bummel durch’s Hafenviertel, jeder wie er wollte. Weiterfahrt zum weithin sichtbaren Leuchtturm Pilsum. Hier fand der Kuchen von unseren Frau und der Kaffee vom Bus reichlich Abnehmer. Für einige war die Wanderung auf dem Damm zum Leuchtturm ein Muss. Durchgeblasen vom Ostfriesen-Wind fuhren wir nach Greetsiel. Hier wartete unser Schiff, die „Graf Etzart“ zur Fahrt durch die Schleusung in die Leybucht. Mit Erklärungen durch den Kapitän, mit Kaffeetrinken und Kuchen, Matjes-Essen an Bord verging die Zeit. Weiterfahrt nach Aurich zur Katholischen Ludgerus-Kirche. Hier durften wir den Gottesdienst durch unsere Lieder mitgestalten. Für unser Jubelpaar Emil und Marianne Jochim, die hier ihre Goldene Hochzeit feierten, ein feierlicher Moment, das in vielen Augen zu sehen war. Pfarrer Johannes Ehrenbrink, der eingeweiht war, fand hervorragend die passenden Worte hierzu. Den kleinen Umtrunk des Pfarrers und der Pfarrgemeinde nahmen wir dankend an. Ein Buch über unseren Chor (150. Jahrfeier), eine DVD und eine CD fürs Reinhören in einer ruhigeren Stunde, überreicht von Helmut – so reisten wir wieder ins Hotel. Hier wartete das etwas verspätete Abendessen, Dankesworte und Glückwünsche ans Jubelpaar fanden Beifall. Dank auch an Franz Krieger und seine Frau. Sie haben uns durch ihre Vorbereitungen und Arbeiten unbeschreiblich schöne Tage in und um Wiesmoor bereitet. Für jeden ein Erlebnis. Es wurde viel gelacht, gescherzt, gesungen, so klingt der Samstag aus.
Sonntag frühstücken, die Sonne steht am Himmel, unsere Heimreise steht bevor. Nach einem Dankeschön an die Wirtsleute und Abschied nehmen treten wir die Heimreise an. Es ging über Bremen, dort gingen zwei „über Bord“, über die Landstraße ans Steinhuder Meer. Hier am über 30 qkm großen Segelrevier, dem Steinhuder Meer, bekannt auch wegen der geräucherten Aale, fand die Mittagspause statt. Wieder drängte die Zeit , am Rastplast Haselberge. Von hier aus noch ca. 2 Std. durch die Hessische und Bayrische Rhön nach Würzburg zum Brauhaus. Gestärkt mit bayrischer Kost nahmen wir die letzten Kilometer unter die Räder. Mit Dankesworte an alle und kurzem Revue passierenlassen des Ausfluges trafen wir zu Hause ein. Dank allen Teilnehmern für den harmonischen Verlauf und das Dabeisein beim Sängerbund Cäcilia.
Wir können nicht nur Singen, sondern auch gut feiern.
Gruß Euer Sänger Manfred
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