Die Bedeutung der Reinheitsgebote im Judentum und im Hinduismus

„Die Bedeutung der Reinheitsgebote im Judentum und im Hinduismus“
PD Dr. phil. habil. Renate Syed, München
Den Zuhörern wurde mit einer lebendig vorgetragenen und von zahlreichen Bildern begleiteten Präsentation ein tiefer Einblick in die Bedeutung der Reinheitsgebote beider Religionen gegeben. Die rituelle Reinheit des Menschen, stellt die Grundlage der Begegnung mit dem Göttlichen dar.                     
Was ist beiden Kulturen gemeinsam?
Sie entstanden unabhängig voneinander im zweiten vorchristlichen Jahrtausend. Beide Religionen gingen mit dem Göttlichen einen „Bund“ ein, der regelmäßig stabilisiert werden musste. Hierzu war sakrale Reinheit notwendig. Eine erbliche Priesterschaft und die Unsichtbarkeit des Göttlichen ist beiden Religionen zu eigen. Beide sind „geschlossene“ Gesellschaften, d.h. man gehört der Religion durch Geburt an, durch eine jüdische Mutter bzw. Hindu ist man nur durch Geburt in einer Kaste. Aus diesem Grund missionieren beide Religionen nicht und sind für ihre Umwelt nicht bedrohlich. Weder im Hinduismus noch im Judentum gab es Religionskriege, weder innerhalb noch nach außen.                                     
Die rege Diskussion im Anschluss an den Vortag thematisiert z.B. den Gegensatz zwischen der modernen Verfassung Indiens und dem Hinduismus. 
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