Polen und Europa

von rechts: Reinhold Schmidt, Michael Link, Kurt Hübner (VHS). Fotograf: O.G., Ort: Volkshochschule Heilbronn (Foto: O.G.)
Der Direktor des OSZE-Büros für demokratische Institutionen und Menschenrechte in Warschau, Michael Link referierte auf Einladung des Deutsch-Polnischen Freundeskreises (DPF) über seine besondere Aufgabenstellung. Die Rolle Polens in der aktuellen Flüchtlingspolitik war ein weiterer Schwerpunkt. Als „mutigen Schritt“ bezeichnete Link die Zustimmung der polnischen Regierung zur Aufnahme von Flüchtlingen in Polen. Im derzeitigen Parlamentswahlkampf wird jedoch das Thema Flüchtlinge von der Opposition missbraucht und spielt mit der Angst vor Islamisierung. Die katholische Kirche scheut ein klares Bekenntnis im Sinne der christlichen Nächstenliebe. Die Stimmung im Land ist aufgeheizt. Link befürchtet bei einem Wahlsieg des konservativen Lagers eine Entsolidarisierung mit Europa. Zuvor berichtete Sozialbetreuerin Karin Herold über ihren Alltag in der Flüchtlingsunterbringung in Neuenstadt: „Das Wichtigste ist, den Frieden und die Gesundheit der Flüchtlinge zu sichern. Kleine Projekte im Camp und diverse Kurse sorgen für Abwechslung und Ausgleich.“ DPF-Sprecher Reinhold Schmidt zeigte sein Unverständnis zur Blockadehaltung einiger EU-Mitgliedsstaaten und forderte ein Mindestmaß an Solidarität. Er warnte: „Die Flüchtlingsproblematik könnte zum Sprengsatz der europäischen Idee werden“.
Eingestellt von: Ophelia Giokarinis
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