“Versöhnung” - ein Denkmal für Botenheim
Botenheim war fernab von den Schlachtfeldern des 2. Weltkriegs, doch gegen Kriegsende änderte sich das - spätestens als eine amerikanische Mustang im Botenheimer Ortskern abstürzte. Der amerikanische Pilot blieb am Leben, wurde gerettet und verhaftet. Kurz zuvor kollidierte er mit einem deutschen Flieger, der bei Güglingen notlanden musste.
Eingesperrt wurde der Amerikaner Joe Bennett im Botenheimer Rathaus, dem heutigen Heimatmuseum. Dort hat ihn eine Schreibkraft, die gerade so das 20. Lebensjahr überschritten hatte, in einem Hinterzimmer bewacht - zusammen mit der Gemeindekasse. Der Pilot Hubert Heckmann besuchte ihn noch am selben Tag. Beide gratulierten sich, dass sie überlebt hatten. In der Folge wurde Bennett der Wehrmacht überstellt. Später wurden sie gute Freunde.
An diese Versöhnung erinnert nun ein Denkmal auf dem Botenheimer Kelterplatz. Gleichzeitig ist es ein Geburtstagsgeschenk zum 1225. Jubiläum des Ortes. Das Heimatmuseum in Botenheim lädt zu diesem Anlass zu einer Sonderausstellung über dieses Thema ein.
Autor:Heimatverein Brackenheim e.V. aus Brackenheim |
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