Literarischer Stadtrundgang zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Der Auszug aus den „Lebensbeschreibungen der Erzbetrügerin und Landstörzerin Courage“ von Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen zeigt die Gräuel des Krieges – heute noch so aktuell wie vor knapp 400 Jahren.
Heilbronn: Theaterbrunnen | Der Frauenverband Courage begrüßte mit einer Lesung zur Entstehung dieses Tages. Dies geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal in der Dominikanischen Republik, wie es Julia Alvarez im Roman „Die Zeit der Schmetterlinge“ literarisch aufgearbeitet hat.
Gedichte zur Arbeitswelt verdeutlichten, auch Arbeitsverhältnisse, -zeiten und -bedingungen können Gewalt darstellen. „Vergewaltigt“ von Joyce Carol Oates, legt dar, wie gezielte Meinungsmache das Vergewaltigungsopfer zur Anstifterin der Tat umdeutet.
Heiße Getränke wärmten die Teilnehmerinnen in den FrauenRäumen auf. Es entwickelte sich eine angeregte Diskussion über die berührenden Beiträge zu Gewalterlebnissen, nötige Veränderungen und Konsequenzen. Trug doch die Ermordung der Schwestern dazu bei, den Diktator zu stürzen. Im Gedicht des Iraners Shahin Najafi stellt der Sohn der resignierten Mutter entgegen: „Nimm selbst die Flagge in die Hand, führ‘ selbst die Bewegung an, sei Du eine Frau, besprenge uns mit dem Parfum der Ehre, Frau.“
Heute verbinden und organisieren sich Frauen international. Bewegungen wie aktuell ♯Metoo bringen das Thema Gewalt an Frauen ins breite Bewusstsein der Öffentlichkeit. Die Teilnehmerinnen waren sich einig: Stadtrundgang und Diskussion machten Mut, sich für Frauenrechte einzusetzen.
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