Trockenmauern sanieren - Kurs in Neudenau war ausgebucht

Am Anfang erklärt Martin Bücheler wie hoch die Mauer werden darf und weist die Teilnehmenden ein
Am 19. /20. Juni fand auf Initiative von Thies Ove Landes aus Neudenau bei großer Hitze der erste Trockenmauer-Sanierungskurs im Landkreis Heilbronn mit der Heidelberger LVG in Siglingen statt. Die Sanierung maroder Trockenmauern ist in (ehemaligen) Weinbergen im Landkreis Heilbronn ein sehr aktuelles Thema. Martin Bücheler führte am ersten Tag morgens theoretisch in die richtige Sanierung der Trockenmauern ein. Mittags begann dann der Praxisteil, für den erste Vorarbeiten schon geleistet waren (Baustellensicherung, Aushub des Fundaments, teilweise Rückbau der alten Mauer, Stellen des Schnurgerüsts). Die Kursteilnehmenden wurden in den Abbau der alten Mauer, die Sortierung und Auswahl der Steine (Fundament-, Kronen, Ecksteine, Mauer- , Binder- und Keilsteine usw.) und die richtige Reihenfolge und Neigung beim Einbau eingewiesen. So sind die Mauern z.B. immer von den Ecken her zu beginnen, alle Steine müssen satt aufliegen und sich ausreichend überbinden. Auch wenn sie später nicht zu sehen sein wird, ist die Hintermauerung ebenso sorgfältig auszuführen wie das "Gesicht" der Trockenmauer, denn sie ist wichtig für die Stabilität der Mauer. Sehr vieles gab es zu beachten und da sich Trockenmauern typischerweise an südexponierten Steillagen befinden, war die Arbeit an den bisher heißesten Tagen des Jahres ganz schön schweißtreibend!
Die Kosten für den Kurs werden von den Teilnehmerbeiträgen nicht gedeckt und daher werden diese Kurse der LVG vom Land über die Stiftung Naturschutzfonds gefördert. Einen kleineren Beitrag hat auch der LEV Heilbronn beigesteuert und Herr Landes hat seine Fläche, Maschinen und Material bereitgestellt.
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