Wander Gaby's Pflanzenwelt in Baden-Württemberg - Stern von Bethlehem - Ornithogalum umbellatum

Geläufiger ist der Name "Dolden-Milchstern". Angeblich waren die Milchsterne mal den Lilien zugeordnet, nun gelten sie als Spargelgewächse. Innerhalb dieser Familie gehören sie zur Unterordnung der Scilloideae. Das waren früher die Hyazinthengewächse und darunter kann der Laie sich dann doch wieder was vorstellen, denn dass Hyazinthen Zwiebelgewächse sind ist landläufig bekannt.
Gruselig finde ich den Namen Gärtnertod und man könnte meinen, es kommt von der sehr giftigen Zwiebel. Gleichzeitig bezeichnet man in auch als Gärtnerschreck und das ist schon eher passend.
Es ist nämlich so, dass der Stern von Bethlehem, obwohl er in Deutschland weit verbreitet und nicht gefährdet ist, relativ selten vorkommt. Ein Widerspruch? Nein, denn da wo es ihn gibt, auf lehmigen Böden an Weinbergen und Wiesenrändern, da kommt er dann so gehäuft vor, dass er zum "Gärtnerschreck" wird und kaum mehr aus dem Garten los zu werden ist.
Der botanische Name setzt sich aus ornis für Vogel und gala für Milch zusammen, was zu einem weiteren Namen, nämlich Vogelmilch führt und diese gibt es in ganz unterschiedlichen Farben. Die breitblättrige ist zum Beispiel blau, dann gelb bis zu kräftigem Orange. Letzterer stammt aus Afrika und ist als Topfpflanze kultiviert.
Da der Milchstern in der Vase sehr gut haltbar ist (man munkelt über mehrere Wochen), bekam er nun noch den Beinamen "Floristentod", denn solange die Schnittblumen halten, braucht man nicht wieder zum Floristen gehen. Und damit noch nicht genug, nun soll es auch noch Leute geben, die ihn als "Schlafende Jungfrau" bezeichnen, weil die Blüten erst gegen 11:00 Uhr aufgehen und sich mittags gegen 15:00 Uhr bereits wieder schließen, also lange schlafen. 
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